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tränken – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Tränken, sofern es ist in Wahrheiten belehren. <HG 2704>

“Und auch deine Kamele will ich tränken”, daß dies die Erleuchtung alles Wißtümlichen im natürlichen Menschen infolge davon bedeutet, erhellt aus der Bedeutung der Kamele, sofern sie sind allgemeines Wißtümliches, somit im allgemeinen oder alles; und aus der Bedeutung von tränken, sofern es ist erleuchten. Das Wasserschöpfen bedeutet belehren, somit ist tränken erleuchten; denn die Erleuchtung kommt von der Belehrung. <HG 3071>

“Zu tränken die Herde ihres Vaters” bedeutet, auf daß sie daraus belehrt würden im Guten. Dies erhellt aus der Bedeutung von tränken, sofern es heißt belehren; aus der Bedeutung der Herde, sofern es die sind, die lernen und zum Guten der Liebtätigkeit geführt werden. <HG 6778>

“Denn mit dem Zornwein ihrer Hurerei hat sie alle Völkerschaften getränkt” bedeutet die Schändung alles Guten des Himmels und der Kirche durch das schreckliche Falsche des Bösen. Dies erhellt aus der Bedeutung des Weines, insofern er das Wahre aus dem Guten bezeichnet, und im entgegengesetzten Sinn das Falsche aus dem Bösen; aus der Bedeutung des Zorns, insofern er das Böse in seinem ganzen Inbegriff bezeichnet und daher auch den Haß gegen das Gute und Wahre und die Begierde, dasselbe zu zerstören, worüber EKO 693, 754. Ferner aus der Bedeutung der Hurerei, insofern sie die Verfälschung des Wahren bezeichnet; und aus der Bedeutung von: alle Völkerschaften tränken, insofern es bezeichnet, das Gute schänden, denn tränken bedeutet, etwas einflößen, und die Völkerschaften bedeuten, die, welche im Guten der Liebe und des Lebens sind und in dem von den Personen abgezogenen Sinn das Gute selbst. Alle Völkerschaften tränken bedeutet aber hier, das Gute des Wortes und daher auch der Kirche schänden, weil durch den Zornwein der Hurerei die Verfälschung des Wahren verstanden wird und das verfälschte Wahre das Gute schändet. <EKO 881>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 141 →

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