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Stirn – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

“Und es soll auf der Stirne Aharons sein” bedeutet aus der göttlichen Liebe des Herrn. Dies erhellt aus der vorbildlichen Bedeutung Aharons, insofern er den Herrn in Ansehung des göttlich Guten darstellt, welches das Gute Seiner göttlichen Liebe ist; und aus der Bedeutung der Stirne, wenn vom Herrn die Rede ist, insofern sie Seine göttliche Liebe bezeichnet; denn durch das Angesicht des Herrn, oder was dasselbe ist, durch das Angesicht Jehovahs, wird alles, was zur göttlichen Liebe gehört, bezeichnet, wie z.B. die Barmherzigkeit, der Friede, das Gute, die Weisheit. Daß das Angesicht Jehovahs oder das Antlitz des Herrn dies bedeutet, kommt daher, weil durch Angesicht im allgemeinen das Innere des Menschen bezeichnet wird, d.h. seine Neigungen und die Gedanken daraus, also was seiner Liebe und seinem Glauben angehört. Dies wird aber durch Angesicht bezeichnet, weil es aus dem Angesicht hervorleuchtet, wie in seinem Typus oder in seinem Abbild, und deswegen wird auch das Angesicht das Bild der Seele genannt. Daher kommt es, daß durch Angesicht, wenn von Jehovah oder dem Herrn die Rede ist, das bezeichnet wird, was Seiner göttlichen Liebe angehört. Daß durch die Stirn insbesondere die göttliche Liebe selbst bezeichnet wird, kommt daher, weil den inneren Dingen ihre besonderen Gebiete im Angesicht zugeteilt sind: das Innere, das der Liebe angehört, zeigt sich in dem Gebiet der Stirne; das, welches der Einsicht und Weisheit angehört, in dem Gebiet der Augen; das, was dem Innewerden angehört, in dem Gebiet der Nase; und das, was der Rede angehört, in dem Gebiet des Mundes. Hieraus erhellt, warum durch die Stirne, wenn vom Herrn die Rede ist, der durch Aharon vorgebildet wird, die göttliche Liebe bezeichnet wird. Weil die Stirne beim Menschen seiner Liebe entspricht, darum heißt es von denen, die in der himmlischen Liebe sind, d.h. in der Liebe zum Herrn vom Herrn, daß sie ein Zeichen an der Stirne haben, wodurch ausgedrückt wird, daß sie unter dem Schutze des Herrn stehen, weil in Seiner Liebe. <HG 9936>

“Die den Namen Seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben trugen” bedeutet je nach der Anerkennung Seines Göttlichen aus Liebe. Dies erhellt aus der Bedeutung des Namens Seines Vaters, insofern er das Göttliche des Herrn bezeichnet, worüber folgt; und aus der Bedeutung von: auf den Stirnen geschrieben, insofern es die völlige Anerkennung bezeichnet. Diese Bedeutung liegt aber darin, weil der Herr alle, die Seine Gottheit anerkennen, zu Sich hinwendet und auf ihre Stirne blickt, und sie dagegen mit ihren Augen auf den Herrn sehen, und zwar deshalb, weil die Stirne die Liebe bezeichnet und das Auge das Verständnis des Wahren. Dadurch, daß der Herr auf ihre Stirnen hinblickt, wird daher bezeichnet, daß sie vom Herrn aus dem Guten der Liebe angesehen werden, und dadurch, daß sie dagegen den Herrn mit ihren Augen

anblicken, wird bezeichnet, daß sie es tun aus dem Wahren, das aus jenem Guten kommt, somit aus dem Verständnis des Wahren. <EKO 852>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 410 →

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