Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Unter die Sterne, die vom Himmel fallen, werden die Glaubenserkenntnisse verstanden. <HG 32>
Wenn es dem Herrn gefällt, erscheinen die guten Geister vor anderen und auch sich selbst, wie leuchtende Sterne, schimmernd je nach der Beschaffenheit ihrer Liebtätigkeit und ihres Glaubens. Böse Geister aber wie kleine Kugeln von Kohlenfeuer. <HG 1527>
Die Sterne werden im Worte mehrmals erwähnt, und überall bezeichnen sie Gutes und Wahres; im entgegengesetzten Sinne, Böses und Falsches, oder, was dasselbe ist, Engel oder Engelsvereine, und im entgegengesetzten Sinn böse Geister und deren Genossenschaften. Wenn Engel oder Engelsvereine, so sind es Fixsterne, wenn aber böse Geister und deren Genossenschaften, so sind es Irrsterne, die oftmals von mir (Swedenborg) gesehen wurden. Daß alles, was in den Himmeln und auf Erden ist, Vorbildungen himmlischer und geistiger Dinge sind, konnte deutlich daraus ersehen werden, daß ähnliches, was an dem Himmel und auf Erden vor den Augen erscheint, auch in der Geisterwelt sichtbar dargestellt wird, und zwar so deutlich wie am hellen Tag, dort aber nichts als Vorbildliches ist; z.B. wenn der Sternenhimmel erscheint, und die Sterne an ihm unbeweglich, so weiß man sogleich, daß sie Gutes und Wahres bedeuten; und wenn irrende Sterne erscheinen, so weiß man sogleich, daß sie Böses und Falsches bedeuten; an dem Schimmern und Funkeln der Sterne kann man auch ersehen, wie es beschaffen ist; außer unzähligem anderen. <HG 1808>
“Wie die Sterne der Himmel”, daß dies bedeutet die Menge der Erkenntnisse des Guten und Wahren, erhellt aus der Bedeutung der Sterne, sofern es sind die Erkenntnisse des Guten und des Wahren. Die Geistigen sind es, die im Worte hie und da verglichen werden mit Sternen, und zwar wegen der Erkenntnisse des Guten und Wahren, die sie haben, nicht aber die Himmlischen, weil diese keine Erkenntnisse, sondern Innewerdungen haben und außerdem, weil die Sterne die Nacht erleuchten, denn die Geistigen haben ein nächtliches Licht, wie das vom Mond und den Sternen, im Verhältnis zum Tageslicht, in dem die Himmlischen sind. <HG 2849>
Sterne, sofern sie die Erkenntnisse des Guten und Wahren sind. Daß die Sterne im Wort diese bedeuten, kommt daher, weil sie kleine Lichter sind, die bei Nacht leuchten, und von sich dann in unsere Atmosphäre Lichtfunken aussenden, ebenso wie die Erkenntnisse das, was dem Guten und Wahren angehört. Weil durch die Sterne die Erkenntnisse des Guten und Wahren bezeichnet werden, so werden durch sie die Lehren der Kirche bezeichnet, denn diese sind Erkenntnisse. <HG 4697>
Die Sterne bedeuten die Erkenntnisse des Guten und Wahren, somit auch die Wahrheiten der Kirche und ihre Erkenntnisse. Daß die Sterne dieses bedeuten, kommt von der Erscheinung in der geistigen Welt her, denn dort erscheint der Herr als Sonne und die Engel von ferne als Sterne. Die Engel erscheinen so infolge der Aufnahme des Lichtes vom Herrn als Sonne, somit infolge der Aufnahme des göttlich Wahren, das vom Herrn kommt, denn dieses ist das Licht des Himmels. <EKO 72>
Der Herr: Die Sterne aber, von denen Moses auch erwähnt, sind die zahllosen nützlichen Erkenntnisse in allen einzelnen Dingen, welche einzelnen Erkenntnisse natürlich aus der einen Haupterkenntnis kommen und daher an dieselbe Himmelsfeste wie die zwei Hauptlichter gestellt sind. <JE I,161/8>
Horidael hatte ein Gesicht und fragte sich was wohl die Sterne wären, und der Herr als Abedam sagte: “Nun aber fragst du wieder in dir: “Aber die Sterne, was sind denn die Sterne in mir? Warum zuckten sie anfangs also gewaltigst? Warum und wie wurden sie eins und wie und warum hernach wieder in einzelne gesondert und zur Ruhe gebracht?” Siehe, die Sterne sind anfangs nichts als die in die Seele von der Außenwelt aufgenommenen Wißtümlichkeiten oder der Verstand im engeren Sinne des Wortes und der Bedeutung. Das Hinundherzucken der Sterne aber bezeichnet das Suchen der Seele in sich nach den Wegen der Wahrheit und des Lebens. Das Einswerden des Lichtes der Sterne bezeichnet, daß die Seele aus allen ihren Kräften Mich ergriffen hat. Das darauf dann wieder erfolgte Einzelnund Ruhigwerden der Sterne aber besagt, daß sich durch die alleinige Liebe zu Mir das sich selbst suchende Leben in seinem Urgrunde gefunden hat, der da unendlich ist wie das sich in Ihm wiedergefundene Leben in Ihm und durch Ihn. <HHGT II,65/8-12>
Wer sind aber diese Himmelslichter in dem alten Himmel des Geistes? Sehet, es sind alle die euch bekannten vom Geiste Gottes erfüllten Patriarchen, Väter, Propheten, Lehrer und Führer des Volkes. - Aber auf der Erde gibt es ja auch eine Menge künstlicher Lichter, wer sollen denn diese sein im Alten Testamente? Das sind diejenigen achtenswerten Menschen, die nach dem Worte, welches aus dem gottbegeistigten Menschen kam, treulich lebten und durch ihren Lebenswandel ihre Nachbarn erleuchteten und erquickten. Was Er selbst in Sich ist als die göttliche Sonne aller Sonnen, das ist auch ein jedes einzelne Wort aus Seinem Munde gesprochen gegen alle zahllosen Worte aus dem Munde begeisterter Patriarchen, Väter und Propheten. Zahllose Ermahnungen, Gesetze und Vorschriften ersehen wir im Verlaufe des Alten Testamentes. Das sind Sterne und auch künstliche Lichter der Nacht. Dann aber kommt der Herr, spricht nur ein Wort - und dieses Wort wiegt das ganze Alte Testament auf. <GS II,98/11,12,23>
In der Haushaltung Gottes I,1/12 ist zu lesen: “Schon steht ein Stern im Osten, der dem Orion die Bahn brechen wird. Und das Feuer des großen Hundes wird sie alle verzehren! Der Herr: Der Ost ist das innere, lebendige Wort und durch dieses das wahre Verständnis der Heiligen Schrift des Alten wie des Neuen Bundes. Der Stern ist das Liebelicht in diesem Wort selbst. Der Orion ist die Liebe Gottes. Das Feuer des großen Hundes bedeutet die große Treue dieser Liebe, weil der Hund ein Zeichen der Treue ist. Die aber, die das Feuer verzehren, oder zuschanden machen wird, sind die
Welt-Menschen. Also heißt obiger Satz mit anderen Worten nichts anderes als: Das Liebelicht des neuen Wortes wird der göttlichen Liebe Bahn brechen. Und die Treue dieser Liebe wird alle Frevler, alle Ungläubigen und Lauen zuschanden machen. Denn der Ost ist frei, und der Stern der Liebe stehet schon hoch! Das ist das leichte Verständnis dieser etwas höher gestellten Worte. - Da Ich sie aber nun noch mehr enthüllt habe, so sollen sie auch um so mehr beachtet werden! Amen. Das sagt der große Orion durch Seinen großen Hunde. - Amen. Amen. <HIGA II,S.121/1-8: Der Stern im Osten>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 386 →
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