Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
“Hinfort sollt ihr dem Volk kein Stroh geben” bedeutet das unterste und allerallgemeinste Wißtümliche. Dies erhellt aus der Bedeutung von Spreu oder Stroh, sofern es das wißtümlich Wahre bezeichnet und zwar das unterste und allerallgemeinste Wißtümliche, denn im geistigen Sinn ist die geringste Speise Stroh oder Spreu, weil es für die Tiere ist. Unterst Wißtümliches heißt das, welches voll Sinnestäuschungen ist, und das dann die Bösen mißbrauchen, um das Gute und Wahre zu verkehren, und so dem Bösen und Falschen das Wort zu reden; denn jenes Wißtümliche kann wegen der Täuschungen zugunsten der Grundsätze des Falschen und der Begierden des Bösen verwendet werden, denn solcherart ist auch das allerallgemeinste; wenn es nämlich nicht mit weniger allgemeinen und besonderen Wahrheiten erfüllt wird, so kann es dem Falschen und Bösen dienen, sowie es aber mit Wahrheiten erfüllt wird, kann es weniger dienen.
Solcherart ist das, wodurch die, welche den alleinigen Glauben in der Welt bekannt haben, im anderen Leben die Frommen anfechten, weil es aber von den Engeln zerstört wird, so wird jetzt gesagt, sie sollten hinfort kein Stroh mehr geben, um Ziegel zu machen, d.h., sie sollten jenes nicht mehr hinzutun zu dem Erdichteten und Falschen, das hineingebracht oder eingeflößt würde. <HG 7112>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 348 →
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