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Sommer – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Und “Sommer und Winter”: daß sie bedeuten den Zustand des wiedergeborenen Menschen in Ansehung seines neuen Wollens, dessen Wechsel sich verhalten wie Sommer und Winter, kann erhellen aus dem, was von der Kälte und Hitze gesagt worden ist. Die Wechsel der Wiederzugebärenden werden verglichen der Kälte und Hitze, aber die Wechsel der Wiedergeborenen dem Sommer und Winter. Daß vom Wiederzugebärenden dort die Rede war, hier aber vom Wiedergeborenen, erhellt daraus, daß dort an erster Stelle die Kälte genannt wird, und an zweiter die Hitze; hier aber an erster Stelle Sommer, und an zweiter Winter. Der Grund ist, weil der Mensch, der wiedergeboren wird, anfängt mit der Kälte, d.h. mit dem Mangel an Glauben und Liebtätigkeit, dagegen wenn er wiedergeboren ist, dann fängt er an mit Liebtätigkeit. Daß der Wiedergeborene Wechsel hat, daß nämlich bei ihm bald keine Liebtätigkeit, und bald einige Liebtätigkeit ist, kann klar sein, darum, weil bei einem jeden, auch dem Wiedergeborenen, lediglich nur Böses ist, und weil alles Gute ist allein des Herrn. Weil bei ihm nichts als Böses ist, so kann er nicht anders als Wechsel erleiden, und bald sein gleichsam im Sommer, d.h. in Liebtätigkeit, bald aber im Winter, d.h. in keiner Liebtätigkeit. Die Wechsel sind so beschaffen, daß der Mensch mehr und mehr vervollkommnet und so mehr und mehr glückselig gemacht wird. Solche Wechsel sind nicht allein beim wiedergeborenen Menschen, wenn er im Körper lebt, sondern auch wenn er ins andere Leben kommt, denn ohne Wechsel gleichsam des Sommers und Winters in betreff des Wollenden, und gleichsam des Tages und der Nacht in betreff des Verständigen, wird er durchaus nicht vervollkommnet und glückseliger gemacht, sondern ihre Wechsel im anderen Leben verhalten sich wie der Wechsel des Sommers und des Winters in gemäßigten Zonen, und wie die Wechsel des Tages und der Nacht in Frühlingszeiten. <HG 935>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 315 →

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