← Zurück zu „S“

sieben Tage – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Daß über “sieben Tage” hier den Anfang der Versuchung bezeichne, erhellt aus dem inneren Sinn alles dessen, was in diesem Verse gesagt worden, daß nämlich die Rede ist von der Versuchung des Menschen, der Noach genannt wird. Im allgemeinen ist die Rede sowohl von der Versuchung desselben, als von der gänzlichen Verödung derer, die von der Ältesten Kirche waren und so geworden sind, daher über sieben Tage nicht nur bezeichnet den Anfang der Versuchung, sondern auch das Ende der Verödung. Daß über sieben Tage jenes bezeichnet, hat den Grund, weil sieben eine heilige Zahl ist; sie bezeichnet das Kommen des Herrn in die Welt, dann Sein Kommen in die Herrlichkeit; im besonderen all Sein Kommen. All Sein Kommen bringt mit sich, daß es der Anfang ist für die, welche wiedergeboren werden, und das Ende derer, die verödet werden. So war denn für den Menschen dieser Kirche (Alte Kirche = Noach) Sein Kommen der Anfang der Versuchung, denn wenn der Mensch versucht wird, dann fängt er an ein neuer und wiedergeboren zu werden; und zugleich war es das Ende derer von der Ältesten Kirche, die so geworden waren, daß sie notwendig zugrunde gehen mußten. So auch, als der Herr in die Welt kam, da war die Kirche in ihrer letzten Verödung und dann entstand eine neue. <HG 728, 9228, 10120>

“Sieben Tage sollst du den Altar versöhnen” bedeutet das Volle in Ansehung des Einflusses in den Himmel und in die Kirche. Dies erhellt aus der Bedeutung der sieben Tage, insofern sie das Volle bezeichnen, worüber folgen wird; aus der Bedeutung von versöhnen, sofern es die Reinigung vom Bösen und Falschen bezeichnet; ferner aus der Bedeutung des Altares, insofern er das Vorbildliche des Göttlich-Menschlichen des Herrn in Ansehung des göttlich Guten ist, hier im Himmel und in der Kirche. Daß das Schlachtopfer vom jungen Stier zur Versöhnung und Heiligung des Altars sieben Tage lang dauerte, war deshalb, weil sieben Tage eine vollständige Periode, eine größere oder eine kleinere, von Anfang bis zu Ende bezeichneten; ebenso auch die Woche. Daher bedeuten sieben Tage auch das Volle. Die Dreizahl bedeutet

zwar auch eine vollständige Periode vom Anfang bis zu Ende, und daher auch das Volle, jedoch mit dem Unterschied, daß sieben gesagt wird, wo es sich um eine heilige Sache handelt, drei aber von jeder Sache gebraucht wird. Man merke wohl, daß alle Zahlen im Worte Sachen bedeuten, was ganz bekannt ist im anderen Leben, wo auch bisweilen aus dem Himmel zu den Geistern, die unterhalb sind, Papiere voller Zahlen herabgelassen werden. Diejenigen unter den Geistern, die den Einfluß vom Herrn aufnehmen, erkennen dann daraus die Sachen, die bezeichnet werden, in ihrem ganzen Zusammenhang, ebenso als ob sie mit Buchstaben geschrieben wären. Solche Papiere durfte ich (Swedenborg) auch einige Male sehen, und es wurde auch gesagt, daß einige von den Angehörigen der Ältesten Kirche, die in Ansehung ihres Inneren mit den Engeln in Verkehr standen, die Dinge ihrer Kirche und die himmlischen Geheimnisse in Zahlen ausdrückten, und gleichsam als eine Gedenkschrift aufbewahrten. Hieraus kann man ersehen, daß alle Zahlen im Worte Bezeichnungen von Sachen sind; denn im Worte gibt es kein Wörtchen, das nicht etwas bedeutet, weil es nicht nur für die Menschen geschrieben, sondern auch zugleich für die Engel im Himmel; und daher kommt es auch, daß das göttliche Wort durch alle Himmel hindurchgeht. <HG 10127>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 262 →

← Zurück zu „S“