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Schwert – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Das Schwert ist des Falschen Strafe. <HG 1188>

Das Messer, das bei den Schlachtopfern zu den Opfertieren gebraucht wurde, bedeutet das Wahre des Glaubens; dies erhellt aus der Bedeutung des Schwertes oder Schwertchen im Worte, denn anstatt des Messers wird Schwertchen gesagt. Beide haben die gleiche Bedeutung, doch mit dem Unterschied, daß das Messer, das zu den Opfertieren gebraucht wurde, das Wahre des Glaubens bedeutete, aber das Schwert das kämpfende Wahre; und weil das Messer selten im Worte genannt wird, aus einer geheimen Ursache, wovon später, so darf gezeigt werden, was das Schwert bedeutet: Schwert bedeutet im inneren Sinn das kämpfende Wahre des Glaubens, dann die Verwüstung des Wahren; und im entgegengesetzten Sinn das kämpfende Falsche und die Bestrafung des Falschen. Daß das Schwert im echten Sinn das kämpfende Wahre bedeutet, und im entgegengesetzten Sinn das kämpfende Falsche, sodann die Verwüstung des Wahren, und die Strafe des Falschen, hat seinen Grund in den Vorbildern im anderen Leben; denn wenn dort jemand etwas redet, von dem er weiß, daß es falsch ist, dann fallen sogleich auf sein Haupt wie Schwertchen und versetzen in Schrecken; außerdem wird das kämpfende Wahre vorgebildet durch solche Dinge, die geschärft sind, wie Degen, sofern nämlich das Wahre ohne das Gute so beschaffen ist, aber mit dem Guten ist es abgerundet und sanft. Weil der Entstehungsgrund ein solcher ist, geschieht es, daß so oft Messer, oder Lanze, oder Schwertchen, oder Schwert im Worte genannt wird, den Engeln das kämpfende Wahre vorschwebt. Daß aber Messer kaum im Worte genannt wird, kommt daher, daß es im anderen Leben böse Geister gibt, die Massakrierer heißen, an deren Seite herabhängende Messer erscheinen, aus dem Grunde, weil sie eine wilde Natur haben, so daß sie jedem mit dem Messer erstechen wollen; daher kommt es, daß nicht der Messer, sondern der Schwertchen und Schwerter Erwähnung geschieht, denn diese erregen, weil sie bei Kämpfen gebraucht werden, die Vorstellung des Krieges, somit des kämpfenden Wahren. Weil den Alten bekannt war, daß Schwertchen, Dolch und Messer das Wahre bedeuten, deshalb pflegten die Heiden, zu denen solches durch Überlieferung kam, bei den Schlachtopfern sich mit Schwertchen, Dolchen oder Messern bis aufs Blut zu stechen und zu zerfleischen. <HG 2799>

“Jeder sein Schwert” bedeutet das Falsche und Böse. Dies erhellt aus der Bedeutung des Schwertes, insofern es das kämpfende Wahre und die Verteidigung des Wahren bezeichnet. Daß Schwert auch das Böse bezeichnet, kommt daher, weil es auch das des Levi war, durch den die Liebtätigkeit vorgebildet wurde, also das Gute; wenn dieses aber zum Bösen wird, dann kämpft es durch das Falsche aus dem Bösen, und was es dann tut, ist Böses. <HG 4499>

“Werkzeuge des Frevels sind ihre Schwerter” bedeutet, die Lehrbestimmungen eines solchen Glaubens dienten zur Zerstörung der Werke der Liebtätigkeit und

mithin der Liebtätigkeit selbst. Dies erhellt aus der Bedeutung der Werkzeuge des Frevels, insofern sie zur Zerstörung der Werke der Liebtätigkeit dienen. Daß die Werkzeuge dienen, ist klar; und daß der Frevel die Zerstörung der Liebtätigkeit bezeichnet, wird man gleich ersehen; und aus der Bedeutung der Schwerter, insofern sie die Lehrbestimmungen bezeichnen, denn die Schwerter bedeuten die Wahrheiten des Glaubens, durch die gegen das Falsche und Böse gekämpft wird; mithin bedeuten die Schwerter Lehrbestimmungen, hier die Lehrbestimmungen, durch die gegen das Wahre und Gute gekämpft wird und durch die diese vertilgt werden, weil von denen gekämpft wird, die im Glauben allein oder in dem von der Liebtätigkeit getrennten Glauben stehen, bei denen das Gegenteil jener ist. <HG 6353>

Im Wort werden vier Gattungen von Verwüstungen und Bestrafungen erwähnt, nämlich das Schwert, der Hunger, böse wilde Tiere und die Pest. Durch das Schwert wird die Verwüstung des Wahren und die Bestrafung des Falschen bezeichnet; durch den Hunger die Verwüstung des Guten und die Bestrafung des Bösen, durch das böse wilde Tier die Bestrafung des Bösen aus dem Falschen; durch die Pest die Bestrafung des Bösen, das nicht aus dem Falschen, sondern aus dem Bösen stammt. Und weil die Bestrafung bezeichnet wird, so wird auch die Verdammnis bezeichnet, denn diese ist die Bestrafung derjenigen, die im Bösen beharren. <HG 7102>

“Und es ward ihm ein großes Schwert gegeben” bedeutet, durch das Falsche. Dies erhellt aus der Bedeutung des Schwertes, sofern es das gegen das Falsche kämpfende Wahre bezeichnet, und im entgegengesetzten Sinn das gegen das Wahre kämpfende Falsche und die Zerstörung desselben; hier das Falsche, das gegen das Wahre kämpft und es zerstört, denn es geht voraus: “auf daß sie einander töten”, wodurch die Verfälschung und Auslöschung der Wahrheiten verstanden wird. Im Wort wird gesagt Schwert (gladius, machaera et romphaea) und durch gladius wird überhaupt jener Kampf bezeichnet, durch machaera der Kampf des Wahren aus dem Guten und des Falschen aus dem Bösen, und durch romphaea der Kampf des Wahren aus der Lehre gegen das Falsche und des Falschen aus der Lehre gegen das Wahre; denn die machaera gehört dem Arm an, und von der romphaea wird gesagt, es gehe vom Munde aus. <EKO 367>

Der Herr: Im 45. Psalm, vom 4. bis 8. Verse, leset ihr folgende gar treffliche Stelle, die also lautet: “Gürte das Schwert (auch das Menschliche des Herrn) um die Lenden, Mächtiger! Deine Pfeile (die Wahrheit) sind gespitzt, Völker (der Hölle) werden fallen unter Dir, die aus dem Herzen Feinde des Königs (des Guten und Wahren) sind. Dein Thron (die Kirche des Herrn) für die Folgezeit und Ewigkeit! Du liebtest die Gerechtigkeit; darum hat Dich Gott gesalbt”. <JE VI,239/12>

Auf die Frage des Hauptmannes, warum die Geister nach der Austreibung in Gestalt von Tieren sichtbar wurden, antwortete der Herr: Weil diese Gestalt ihrer inneren bösen Gierliebe entspricht! Die beflügelte Schlange entspricht zwar einem gewissen Grade der weltlichen Klugheit und kann mit der feinen Kriegslist eines Feldherrn verglichen werden; aber so du diese Klugheit näher betrachtest, so wirst du in ihr sehr wenig Nächstenliebe, aber an ihrer Statt ungeheuer viel Selbstsucht, Herrschgier und zügellosesten Hochmut entdecken. Und sieh, diese innere Seelenbeschaffenheit erscheint in Meinem allerhöchsten Wahrheitslichte eben in einer solchen Gestalt, die ihr vollkommen entspricht! Denke du dir eine beflügelte Schlange, wie es deren in Mittel- und Südafrika noch hie und da welche in der Natur gibt und es zur Zeit der Philister in sehr heißen Jahren auch hierzulande gegeben hat! Es ist schon schwer, mit einer unbeflügelten Schlange - ihrer geheimen List wegen - einen Kampf aufzunehmen, und es ist die Flucht vor ihr für den gewöhnlichen Menschen noch immer das beste Mittel, ihrer List zu begegnen. Bei der geflügelten aber hilft gar oft auch die Flucht nichts, sondern nur ein ehernes Gewand und ein scharfes Schwert in der Hand eines wohlgeübten Kämpfers. Und dieses eherne Gewand ist hier Meine Liebekraft in euch, und das scharfe Schwert ist hier Mein Wort, und die alles zu besiegen vermögende Wahrheit Meines Wortes ist der wohlgeübte Kämpfer und ein wahrer Held aller Helden. <JE X,51/1-3>

Der Herr: Um diese Texte, die ursprünglich richtig von Mir sind, zu verstehen und sie als Meine Lehre zu würdigen, muß man zuerst wissen, bei welcher Gelegenheit Ich sie ausgesprochen habe und wie infolge einer richtigen Übersetzung. Die Gelegenheit war, als Ich in einem Orte Galiläas das Volk lehrte die Pflichten, die sie Gott und sich selbst untereinander schuldig seien. Und Ich sagte zu ihnen: Ich lehre euch nichts anderes, als was Mich Mein Vater von Ewigkeit her gelehrt hat, von Dem ihr zwar auch saget, daß Er euer Vater sei, Den ihr aber dennoch nicht erkennet und noch nie erkannt habt. Denn würdet ihr Ihn kennen, so würdet ihr auch Mich kennen, da Mich dieser Vater zu euch gesandt hat. Sie sagten: Was machest du aus dir selbst; sind wir nicht Kinder Abrahams und sagte Gott nicht zu Abraham, daß wir alle, die von ihm abstammen, Seine Kinder sind? Da aber wurde Ich erregt und sagte: Ihr sollt ja nach der Abstammung von Abraham Gottes Kinder sein; aber ihr seid es schon lange nicht mehr, sondern euer Vater ist der Satan, eure Mutter ist die Legion von allen Teufeln, und eurer Schnur Schwieger ist euer kaum ermeßbare Blindheit, Trägheit und Bosheit. Und diese größten Menschenfeinde sind eure eigenen Hausgenossen! - Und wer aus euch wieder zur wahren Kindschaft Gottes gelangen will, der ergreife das Schwert der Wahrheit, die Ich zu euch rede, und kämpfe so lange wider solche seine Hausgenossen, bis er sie besiegt hat. Da fragte freilich das Häuflein Pharisäer und Schriftgelehrte, wie Ich es wagen könne, sie für Kinder des Satans, aller Teufel und ihrer eigenen Blindheit, Trägheit

und Bosheit zu erklären, indem sie erwiesenermaßen alle aus dem Stamme Levi abstammen! Ich aber sagt: Dem Fleisch nach wohl, aber dem Geiste nach seid ihr nicht dem Levi gleich von oben her, von wo auch Ich her bin, sondern von unter her; darum ihr Mich denn auch verkennet, hasset und verfolget. <SUP,S.31; A/JE XI,S.258; HIGA III,S.351/5-10: Ich bin nicht gekommen, euch den Frieden dieser Welt zu geben>

Schwert entblößen (gezogen) “Entblößen will ich mein Schwert” bedeutet den fortwährenden Kampf des Falschen aus dem Bösen. Dies erhellt aus der Bedeutung des Schwertes, insofern es das Wahre bezeichnet, das gegen das Falsche und Böse kämpft, und im entgegengesetzten Sinn das Falsche, das gegen das Wahre und Gute kämpft; und aus der Bedeutung von entblößen oder aus der Scheide ziehen, insofern es den fortwährenden Kampf bezeichnet, bis der Feind niedergestreckt ist. <HG 8294>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 195 →

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