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Salz – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Salz bezeichnet das, was Fruchtbarkeit und was gleichsam Schmackhaftigkeit gibt. Im entgegengesetzten Sinn bezeichnet es Verwüstung der Liebe zum Guten und der Neigung zum Wahren durch die Begierden und deren Falschheiten. <HG 1666>

Im echten Sinn bedeutet Salz die Neigung zum Wahren; im entgegengesetzten Sinn bedeutet es die Verwüstung der Neigung zum Wahren. Die Verwüstung des Wahren ist dann, wenn im Wahren nichts Gutes mehr ist. <HG 2455>

Unter dem Salz der Erde wird das Wahre der Kirche verstanden, das nach dem Guten verlangt. Unter dem dumm gewordenen Salz wird das Wahre verstanden, das ohne Verlangen nach dem Guten ist. Das Salz bedeutet aber das Verlangen nach dem Wahren, weil das Salz das Land fruchtbar, und die Speise schmackhaft macht, und weil im Salz etwas Feuriges und zugleich ein Verbindungstrieb liegt, wie dem Wahren ein brennendes Verlangen nach dem Guten, und zugleich ein Verbindungstrieb innewohnt. <HG 9207>

“Gesalzen” bedeutet das Verlangen des Wahren nach dem Guten. Dies erhellt aus der Bedeutung des Salzes, sofern es das Verlangen bezeichnet, das der Liebe des Wahren zum Guten angehört, worüber folgt; daher ist gesalzen,

was dieses Verlangen in sich hat. Der Grund, warum ein Verlangen des Wahren nach dem Guten da sein muß, ist der, weil dieses Verlangen das Mittel der Verbindung von beidem ist. Die Verbindung des Wahren und Guten ist es, was die himmlische Ehe genannt wird, die der Himmel selbst beim Menschen ist. Wenn daher im Gottesdienst, und im ganzen und einzelnen desselben ein Verlangen nach dieser Verbindung ist, dann ist der Himmel im ganzen und einzelnen desselben, somit der Herr. Dies wird dadurch bezeichnet, daß das Rauchwerk gesalzen sein sollte. Daß Salz dies bedeutet, kommt von der verbindenden Beschaffenheit desselben; denn es verbindet alles, und daher gibt es ihm Schmackhaftigkeit; ja, es verbindet sogar Wasser und Öl, die sonst sich nicht verbinden. Im entgegengesetzten Sinn wird durch Salz die Zerstörung und Verwüstung des Wahren und Guten bezeichnet. <HG 10300>

Luk.14/34; Matth.5/13: Wenn das Salz dumm ist, womit soll man salzen? Dieser Fragetext gilt vorzugsweise für die gegenwärtige Zeit, wo nahe alles Salz schal, taub und dumm geworden ist, indem man es nicht mehr aus den Bergen der Liebe gräbt, sondern es nur aus den Kloaken der Selbstsucht bereitet. Saget Mir doch, welchen Geschmack werden wohl die unreifen und unzeitigen Weltfrüchte mit diesem Salze gewürzt bekommen?! - Oder läßt jetzt nicht schon fast ein jeder Vater seine Kinder der einstig zu gewinnenden Selbständigkeit und des damit verbundenen Brotes wegen mit diesem Drecksalze ganz durch und durch salzen?! - Oh, es solle ihnen dereinst auch in Meinem Reiche Selbständigkeit für ewig in großer Fülle werden! - Auch Ich werde sie also selbständig und allein für sich zu stellen wissen, daß sich ihnen sicher nie etwas nahen wird. Denn Ich werde sie zu Statuen machen gleich dem Weibe Lots und sie dann stellen in ewig einsame verlassene Gegenden; da sollen sie ihr Salz der Selbständigkeit wahren unbeeinträchtigt für ewig! - Verstehet ihr nun das dumme Salz?! <SUP,S.75; A/JE XI,S.307; HIGA III,S.171/11: Kurze Schrifttexterklärungen>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 23 →

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