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Sabbath – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Und Gott vollendete am siebenten Tage Sein Werk, das Er gemacht, und ruhete am siebenten Tag von all Seinem Werk, das Er gemacht. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil Er an ihm ruhete von all Seinem Werk, das Gott geschaffen und gemacht. Der himmlische Mensch ist der siebente Tag, und weil der Herr sechs Tage lang gewirkt hat, so heißt er Sein Werk; und weil alsdann der Kampf aufhört, so heißt es, der Herr ruhe von all Seinem Werk, daher denn auch der siebente Tag geheiligt und Sabbath genannt wurde von der Ruhe; und so ist er zum Menschen geschaffen, gebildet und gemacht worden; es läßt sich dies aus den Worten deutlich sehen. <HG 84>

Daß der himmlische Mensch der siebente Tag ist, und der siebente Tag deshalb geheiligt und Sabbath genannt wurde von der Ruhe, sind Geheimnisse, die noch nicht enthüllt waren, auch aus dem Grunde, weil man nicht wußte, was der himmlische Mensch ist, und wenige, was der geistige ist, den man aus Unkunde dem himmlischen gleich machen mußte, während doch ein großer Unterschied besteht. Was den siebenten Tag betrifft und daß der himmlische Mensch ein siebenter Tag oder Sabbath sei, so erhellt es daraus, daß der Herr selbst der Sabbath ist, daher Er auch sagt: “So ist denn des Menschen Sohn Herr auch des Sabbath”, Mark.2/28: was in sich schließt, daß der Herr der Mensch selbst sei und der Sabbath selbst. Sein Reich in den Himmeln und auf Erden wird von Ihm Sabbath oder ewiger Friede und Ruhe genannt. Die Älteste Kirche, von der hier die Rede ist, war vor den folgenden des Herrn Sabbath. Jede folgende ganz innerliche Kirche des Herrn ist auch ein Sabbath: somit jeder Wiedergeborene, indem er himmlisch wird, weil er eine Ähnlichkeit des Herrn ist. Voraus gehen sechs Tage des Kampfes oder der Arbeit. Dies wird in der jüdischen Kirche vorgebildet durch die Tage der Arbeit und durch den siebenten, welcher Sabbath ist. Denn in dieser Kirche war alles, was angeordnet war, eine Vorbildung des Herrn und Seines Reiches. Ähnliches wurde auch vorgebildet durch die Lade, wenn sie fortzog und wenn sie ruhte. <HG 85>

Der geistige Mensch, der ein sechster Tag geworden ist, wenn er anfängt, himmlisch zu werden, ist der Abend des Sabbath, was in der jüdischen Kirche vorgebildet wurde durch die Heiligung des Sabbath vom Abend an; der himmlische Mensch ist der Morgen. <HG 86>

Daß der himmlische Mensch der Sabbath oder die Ruhe ist, hat auch darin seinen Grund, daß der Kampf aufhört, wenn er himmlisch wird. Die bösen Geister treten zurück, und es kommen gute herzu, dann auch himmlische Engel; und sind diese zugegen, so können niemals böse Geister zugegen sein, sondern fliehen weit weg. Und weil nicht der Mensch selbst gekämpft hat, sondern allein der Herr für den Menschen, so heißt es, daß der Herr geruht habe. <HG 87>

Der heilige Sabbath Jehovahs, morgen” bedeutet die Verbindung des Guten und Wahren auf ewig. Dies erhellt aus der Bedeutung des Sabbaths, insofern er die Verbindung des Guten und Wahren bezeichnet, worüber im Folgenden; und aus der Bedeutung von morgen, insofern es soviel ist, als auf ewig. Wer nicht weiß, was der Sabbath vorbildete und daher auch bedeutete, kann auch nicht wissen, warum er für das Allerheiligste gehalten wurde. Er wurde aber für das Heiligste gehalten, weil er im höchsten Sinn die Vereinigung des Göttlichen und Göttlich-Menschlichen im Herrn vorbildlich darstellte, und im bezüglichen Sinn die Verbindung des Göttlich-Menschlichen des Herrn mit dem menschlichen Geschlechte; deshalb war der Sabbath das Allerheiligste. Und weil er dies vorbildlich darstellte, so bildete er auch den Himmel vor in Ansehung der Verbindung des Guten und Wahren, welche Verbindung die himmlische Ehe genannt wird. Und weil die Verbindung des Guten und Wahren vom Herrn allein bewirkt wird, und keineswegs vom Menschen, und weil sie im Zustande des Friedens hergestellt wird, deshalb war es auf das strengste verboten, daß der Mensch alsdann irgendein Werk verrichtete, und zwar so sehr, daß die Seele dessen, der es dennoch tat, ausgerottet wurde. <HG 8495>

Des Sabbathtages” bedeutet im höchsten Sinn die Vereinigung des Göttlichen Selbst mit dem Göttlich-Menschlichen des Herrn; im inneren Sinn die Verbindung des Göttlich-Menschlichen mit dem Himmel, also den Himmel, und somit die Ehe des Guten und Wahren in ihm. Weil der Sabbath solches bedeutet, darum war er in der vorbildlichen Kirche das Allerheiligste, und das, woran man beständig denken, d.h. was allgemein herrschen sollte. Dieses macht das Leben des Menschen aus. Das israelitische Volk dachte zwar weder an die Vereinigung des Göttlichen und des Göttlich-Menschlichen des Herrn, noch an Seine Vereinigung mit dem Himmel, noch an die Verbindung des Guten und Wahren im Himmel, was alles durch den Sabbath bezeichnet wurde, weil es ganz und gar im Äußeren ohne das Innere war, aber es wurde ihm eingeprägt, den Sabbath für das Heiligste zu halten, damit im Himmel jenes Göttliche und Himmlische vorgebildet werden konnte. <HG 8886>

Durch Sabbath im eigentlichen Sinn wird bezeichnet Ruhe und Frieden, weil dem Herrn, als Er Sein Menschliches mit dem Göttlichen Selbst vereinigt hatte, der Friede zuteil wurde; denn alsdann hörten die Kämpfe auf, und alles in den Himmeln und in den Höllen wurde in Ordnung gebracht, und so wurde nicht nur Ihm der Friede zuteil, sondern auch Frieden und Heil den Engeln in den Himmeln und den Menschen auf Erden. <HG 10730>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 2 →

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