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Ring – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

“Und Pharao tat seinen Ring ab von seiner Hand” bedeutet das Bestätigungszeichen der Macht, die ihm früher zustand. Dies erhellt aus der vorbildlichen Bedeutung Pharaos, sofern er das Natürliche ist, wovon früher; aus der Bedeutung des Ringes, sofern er ein Bestätigungszeichen ist, worüber folgt; und aus der Bedeutung der Hand, sofern sie die Macht bezeichnet. Hieraus wird klar, daß durch “er tat den Ring ab von seiner Hand” bezeichnet wird, er habe auf die Macht, die er früher hatte, verzichtet, und daß durch “er tat ihn an die Hand Josephs”, wie folgt, bezeichnet wird, er habe alle Macht dem Himmlischen des Geistigen abgetreten. Daß der Ring an der Hand das Bestätigungszeichen der Macht ist, kann nicht wohl aus Parallelstellen im Wort erhellen, weil die Ringe an der Hand nirgends genannt werden, außer bei Luk.15/22, wo “der Vater des Sohnes, der alles verschwendet hatte, zu den Knechten sprach: bringet heraus das beste Kleid, und bekleidet ihn, und gebt ihm einen Ring an seine Hand, und Schuhe an seine Füße”, wo auch durch Ring bezeichnet wird das Bestätigungszeichen der Macht im Hause, als eines Sohnes, wie früher. Gleichwohl aber wird es klar aus den Gebräuchen, die von alten Zeiten her bei uns bestehen, z.B. aus den Gebräuchen bei Verlöbnissen und bei Trauungen, wie auch bei Einweihungen, wo Ringe an die Hand gegeben werden, durch die ebenfalls eine Bestätigung der Macht bezeichnet wird. <HG 5317>

“Und zwei Ringe sollen sein auf ihrer einen Seite, und zwei Ringe auf ihrer anderen Seite” bedeutet die Ehe des Wahren mit dem Guten, und des Guten mit dem Wahren. Dies erhellt aus der Bedeutung der Ringe, sofern sie die Verbindung oder die Ehe des Guten mit dem Wahren sind. Diese Ehe ist eine gegenseitige, nämlich des Wahren mit dem Guten und des Guten mit dem Wahren. Man kann sich eine Vorstellung von dieser Ehe machen, wenn man die Verbindung des Herzens und der Lunge betrachtet: das Herz verbindet sich mit der Lunge und die Lunge wiederum mit dem Herzen; denn das Herz sendet von seiner rechten Seite aus das Blut in die Lunge, und die Lunge sendet es wieder ins Herz zurück, aber in seine linke Seite, und so immerfort. Von solcher Art ist auch die Ehe des Guten mit dem Wahren und des Wahren mit dem Guten im Himmel, wo auch wirklich das Herz dem Guten entspricht, das der Liebe angehört, und die Lunge dem Wahren, das dem Glauben angehört. Daß zwei Ringe auf der einen Seite und zwei Ringe auf der anderen sein sollten, war aus dem Grund, weil zwei die Verbindung bedeutet, und die Seite bedeutet das Gute, das mit dem Wahren verbunden werden soll, damit dadurch eine Macht erzielt werde. <HG 9495>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 407 →

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