Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Daß Schaf- und Rindvieh sind Besitztümer des äußeren Menschen, kann erhellen aus der Bedeutung von Schaf- und Rindvieh, sofern diese das Gute ist; hier aber ist es das, was ausgeschieden werden soll, somit Nicht-Gutes, weil es ausgesagt wird von Lot, der von Abram getrennt wurde. <HG 1565>
Rinder werden diejenigen innerhalb der Kirche genannt, die natürlich sind, d.h. äußerliche Menschen; daher auch durch das Rind, abstrakt genommen, das natürliche oder äußerliche Gute selbst bezeichnet wird. <HG 2566>
Das Rind, sofern es das auswendigere oder natürliche Gute ist. Das natürlich Gute, das durch Rindvieh bezeichnet wird, ist nicht dasjenige, das dem Menschen angeboren, sondern das erworben wird durch Erkenntnisse des Wahren, die verbunden sind der Neigung zum Guten; denn das natürlich Gute,
das angeboren wird, ist an sich eben nur etwas Tierisches, denn es findet sich auch bei Tieren; aber das Gute, das erworben, oder das dem Menschen vom Herrn geschenkt wird, hat in sich das Geistige, so daß es das geistig Gute im Natürlichen ist. Dieses Gute ist das eigentliche natürlich menschlich Gute, dagegen das andere, nämlich das angeborene, obwohl es als gut erscheint, kann dennoch nicht gut sein, ja sogar böse, denn dasselbe kann auch Falsches aufnehmen, und glauben, das Gute sei böse. Ein solches natürlich Gute findet sich bei Leuten schlimmsten Lebens und Glaubens. <HG 3408>
Rinder bedeuten das äußere Gute, weil zu den Rindern die Ochsen, Stiere und Kälber gehören, durch die solches bezeichnet wird, was dem Guten und Wahren im äußeren Menschen angehört. <HG 8937>
Man wisse, daß in der geistigen Welt, wo Geister und Engel sind, alles das gleiche Aussehen hat wie in der natürlichen Welt, wo die Menschen sind, daß nämlich dort Berge, Hügel, Länder und Meere sind. Auf den Bergen wohnen die Engel, die im dritten oder innersten Himmel sind, auf den Hügeln dort die, welche im zweiten oder mittleren Himmel, und auf der Erde und unter der Erde und in den Meeren diejenigen, die im ersten oder untersten Himmel sind; aber die Meere, in denen die untersten dieses Himmels wohnen, sind nicht wie die Meere, in denen die Bösen wohnen; sie unterscheiden sich durch die Gewässer: die Gewässer der Meere, in denen die Frommen sind, die im untersten Himmel, sind dünn und rein, aber die Gewässer der Meere, in denen die Bösen sind, sind dick und unrein, somit sind es ganz andere Meere. Ich durfte einige Male jene Meere sehen und auch mit denen reden, die darin sind, und ich erfuhr, daß dort diejenigen sind, die in der Welt ganz sinnlich waren, aber dennoch fromm; und weil sie sinnlich waren, konnten sie nicht verstehen, was das Geistige ist, sondern bloß, was das Natürliche, auch das Wort und die Lehre der Kirche aus dem Wort nicht anders denn sinnlich begreifen. Alle diese erscheinen wie im Meer; aber die, welche dort sich befinden, erscheinen sich nicht, als ob sie im Meer wären, sondern wie in einer gleichen Atmosphäre, wie in der, als sie in der Welt lebten; daß sie im Meer sind, erscheint bloß vor den Augen derer, die oben sind. Heutzutage ist dort eine große Zahl, aus dem Grund, weil so viele in jetziger Zeit sinnlich sind. Dieser letzte Teil des Himmels entspricht den Fußsohlen. Daher kommt es, daß so oft im Wort Meere genannt werden, und auch Fische dort; und durch die Meere wird dort bezeichnet das Allgemeine des Wahren, welches dem natürlichen Menschen angehört, und durch die Fische das sinnlich Wißtümliche, welches das Unterste des natürlichen Menschen ist; mithin werden diejenigen bezeichnet, die solcherart sind, oder die in jenem sind. Aus diesem kann man nun erkennen, was verstanden wird unter allem Geschöpf, welches ist im Himmel und auf der Erde und unter der Erde, und was im Meer ist und alles, was darinnen ist. Gleiches wird durch die Meere und durch das, was dort ist, und was Fische und Walfische genannt wird, bezeichnet in diesen folgenden Stellen:
Ps.69/35,36: “Loben sollen den Jehovah Himmel und Erde und die Meere, und alles, was darin kriecht; denn Gott wird Zion erretten und die Städte Jehudahs bauen”. Es wird gesagt: alles, was darin kriecht, und es werden verstanden, die sinnlich sind. Durch Zion, das Gott erretten wird, und durch die Städte Jehudahs, die Er bauen wird, wird die himmlische Kirche und ihre Lehre verstanden: durch Zion diese Kirche und durch die Städte die Lehre. Gleiches durch das Folgende: Ps.148/7: “Lobet den Jehovah aus der Erde, die Walfische und alle Abgründe”. Ebendieselben werden verstanden durch die Walfische; daher kommt es auch, daß Ägypten ein Walfisch heißt: Hes.29/3, denn durch Ägypten wird bezeichnet das Sinnliche, das im natürlichen Menschen ist und durch den Walfisch das Wißtümliche im allgemeinen. Gleiches wird auch bezeichnet durch - Ps.8/7-9: “Du hast Ihn herrschen lassen über die Werke Deiner Hände, alles hast du gelegt unter Seine Füße, die Schafherde und alle Rinder und auch die Tiere des Feldes, die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres”. Hier wird vom Herrn gehandelt und von Seiner Macht über den Himmel und die Erde; und durch die Schafherde und die Rinder, die Tiere des Feldes, die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres, werden Menschen, Geister und Engel bezeichnet in betreff ihrer geistigen und natürlichen Verhältnisse, und durch die Fische des Meeres diejenigen, die in den letzten Regionen des Himmels sind, wie oben. <EKO 342>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 404 →
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