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Rephaim/Rephaiter/Refaiter – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Rephaim bedeutet die Beredung des Falschen. Es gibt mehrere Gattungen von Beredungen: Die greulichsten Beredungen des Falschen waren bei denen, die vor der Sündflut gelebt hatten, hauptsächlich bei denen, die Nephilim hießen, diese waren von der Art, daß sie durch ihre Überredungen im anderen Leben den Geistern, zu denen sie sich heranmachen, alles Denkvermögen entziehen, so daß es diesen vorkommt, als könnten sie kaum leben und noch weniger etwas Wahres denken; denn es besteht, wie gezeigt worden, eine Mitteilung aller Gedanken im anderen Leben, daher denn, wenn so etwas Überredendes einfließt, dasselbe notwendig gleichsam alle Denkkraft anderer töten muß. Diese wurden vom Herrn im Knabenalter besiegt und werden für ewig fest eingeschlossen. Ein anderes sind die Beredungen des Falschen, die sowohl das Willens- als das Verstandesgebiet des Menschen einnehmen; von solcher Art waren die der Vorsündflutlichen, und derer, die durch die Rephaim, Susim und Emim bezeichnet werden. Ein anderes dagegen sind die Beredungen des Falschen, die bloß das Verstandesgebiet einnehmen, und die aus Grundsätzen des Falschen, die sie bei sich begründet haben, entspringen; diese sind nicht so stark, noch so todbringend, wie die von jenen, dennoch aber bringen sie im anderen Leben den Geistern großen Schaden bei und entziehen ihnen zum Teil ihr Denkvermögen. Geister, die so beschaffen sind, erwecken beim Menschen lauter Begründungen des Falschen, so daß der Mensch nichts anderes sieht, als daß das Falsche wahr und das Böse gut sei; ihre Sphäre ist es, die so beschaffen ist. Sobald etwas von den Engeln hervorgerufen wird, ersticken sie es, und löschen es aus. Der Mensch kann, ob er von solchen regiert wird, schon daran merken, wenn er die Wahrheiten des Wortes für Falsches hält und sich darin begründet, so daß er nichts anderes sehen kann; alsdann kann er ganz gewiß sein, daß solche Geister bei ihm sind, und daß sie herrschen. Ebenso die, welche sich bereden, aller eigene Vorteil sei auch das gemeine Beste, und nichts anderes für das gemeine Beste halten, als was auch das eigene ist. Die bösen Geister bei ihm geben einem solchen so viele Begründungen ein, daß er nichts anderes sieht. Die, welche von der Art sind, daß sie alles Eigene als das gemeine Beste ansehen, oder es in den Schein hüllen, als ob es das gemeine Beste wäre, machen es im anderen Leben ebenso in Rücksicht dessen, was dort das gemeine Beste ist. <HG 1673, 1867>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 396 →

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