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Rauchaltar – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

“Und den Rauchaltar” bedeutet in allem Gottesdienstlichen aus diesem Guten und Wahren. Dies erhellt aus der Bedeutung des Rauchaltars, sofern er das Vorbild aller gottesdienstlichen Handlungen ist, die aus Liebe und Liebtätigkeit vom Herrn geschehen. Es wird gesagt ein Vorbild des Herrn im Guten und Wahren, und in den dienenden Wahrheiten, und in allem Gottesdienstlichen, aus dem Grund, weil das Gute und Wahre, das vorgebildet wird, in dem Maß gut und wahr ist, als das Göttliche des Herrn in demselben ist, denn alles Gute und Wahre, das beim Menschen und Engel ist, stammt vom Herrn. Ohne das Leben vom Herrn darin sind es tote Dinge, ja sogar Böses; denn wenn es nicht vom Herrn, sondern vom Menschen ist, zielt es auf den Menschen und die Welt, und was den Menschen und die Welt zum Zweck hat, ist an sich böse, denn der Zweck ist das Inwendigste des Menschen, weil er die Seele ist alles dessen, was in ihm ist. Hieraus kann erhellen, wie das Vorbildliche des Herrn im Guten und Wahren, und dem, was ihnen dient, zu

verstehen ist. Unter dem dienenden Guten und Wahren wird das Gute und Wahre verstanden, das im natürlichen oder äußeren Menschen ist, und Erkenntnisse und Wißtümliches genannt wird, denn dieses ist es, in das der Mensch hineinsieht, und aus dem er das Bestärkende hernimmt, das mit dem Leben seiner Neigungen und seiner Liebe übereinstimmt. Und weil dieses so untergeordnet ist, darum wird es Dienendes genannt. Es gibt auch Gutes und Wahres, das diesem wiederum dient, und dieses wird das sinnlich Wißtümliche genannt; denn das Gute und Wahre beim Menschen verhält sich wie die Familien oder wie die Häuser, wo ein Hausvater ist, und Söhne, Töchter, Schwiegersöhne und Schwiegertöchter, und Knechte und Mägde sind. An unterster Stelle ist in jenen was unter dem sinnlich Wißtümlichen verstanden wird, obwohl es heutzutage bei den meisten an höchster Stelle ist. <HG 10272>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 359 →

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