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Pharao – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Pharao bildet das Sinnliche des Menschen vor. <HG 31>

Pharao bedeutet dasselbe was Ägypten, und hier steht Ägypten oder Pharao im besten Sinn, weil sie sich beziehen auf das Wissen der Erkenntnisse, das der Herr im Knabenalter zuerst ergriff. <HG 1482>

Pharao bedeutet die Wissenschaft im allgemeinen, folglich auch das Wißtümliche, das der Wissenschaft angehört. <HG 1487>

Pharao, sofern er das Wißtümliche der Kirche im allgemeinen bezeichnet, denn durch Ägypten wird das Wißtümliche der Kirche bezeichnet; daher durch den König desselben dieses Wißtümliche im allgemeinen, wie auch anderwärts im Worte. Aber an den meisten Stellen wird, wie durch Ägypten, so auch durch Pharao das verkehrte Wißtümliche bezeichnet. Weil Pharao das Wißtümliche im allgemeinen bezeichnet, so wird durch denselben auch das Natürliche im allgemeinen bezeichnet. <HG 6015>

Die Ägypter kannten Jehovah von Alters her, aus dem Grund, weil die Alte Kirche auch in Ägypten gewesen war, wie offenbar daraus erhellen kann, daß sie die Kenntnis der Vorbilder und Bezeichnungen jener Kirche hatten. Die ägyptischen Hieroglyphen sind nichts anderes, denn durch sie wurden geistige Dinge bezeichnet. Auch wußten sie, daß sie wirklich Entsprechungen waren, und weil sie anfingen, solche bei ihrem Gottesdienst zu brauchen, und sie zu verehren, und zuletzt auch in Zaubereien zu verwandeln, und sich dadurch der teuflischen Rotte in der Hölle anzuschließen, deshalb zerstörten sie die Alte Kirche bei sich ganz und gar. Daher kommt es, daß durch die Ägypter im Wort das verkehrte Wißtümliche der Kirche bezeichnet wird, wie auch das Falsche, das gegen die Wahrheiten der Kirche ist. Als in Ägypten auf solche Weise die Gottesverehrung verkehrt war, da durften sie auch Jehovah nicht mehr verehren, und zuletzt nicht einmal wissen, daß Jehovah der Gott der Alten Kirche war, und zwar deswegen, damit sie den Namen Jehovahs nicht entweihen möchten. Pharao bildet diejenigen in den Höllen vor, die im Falschen sind, und die Angehörigen der geistigen Kirche anfechten. <HG 7097>

Unter Pharao werden solche verstanden, die den Glauben bekannten und ein dem Glauben entgegengesetzten Leben führten. Diese sind es, die im anderen Leben durch Falsches die Frommen anfechten. <HG 7317>

Durch Pharao und Ägypten werden diejenigen bezeichnet, die in einem Überredungsglauben sind, d.h. solcher, die sich bereden, daß die Kirchenlehre, in der sie sind, Wahrheit sei, dennoch aber ein böses Leben führen. Ein Beredungsglaube kann stattfinden bei einem bösen Leben, nicht aber der seligmachende Glaube, denn der Beredungsglaube ist nur eine Überzeugung, daß alles Wahrheit sei, was zur Kirchenlehre gehört, nicht um des Wahren willen, auch nicht um des Lebens willen, nicht einmal um des Heiles willen, denn daran glauben sie kaum, sondern um des Gewinnes willen, d.h. um Ehrenstellen und Reichtümer zu gewinnen, und auch um des Rufes willen, als Mittel zu jenen; um solche Dinge zu gewinnen, lernen sie die Lehrbestimmungen, also nicht in der Absicht, der Kirche und dem Heil der Seelen, sondern sich und den Ihrigen zu dienen. Daher

ist es ihnen einerlei, ob diese Lehrbestimmungen wahr oder falsch sind. Sie kümmern sich nicht darum, noch weniger forschen sie darüber nach, denn sie haben keine Neigung zum Wahren um des Wahren willen, sondern sie begründen sie, wie sie auch sein mögen, und wenn sie sie begründet (bestätigt) haben, überreden sie sich, daß sie wahr seien, bedenken aber nicht, daß man sowohl das Falsche als das Wahre begründen kann. <HG 8148>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 318 →

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