Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Vater und Mutter verlassen heißt, den inneren Menschen, denn der innere Mensch ist es, der den äußeren Menschen empfängt und gebiert. <HG 160>
Mutter bezeichnet die Kirche. Die Älteste Kirche wird vorzüglich Mutter genannt, weil sie die erste wie auch die einzige himmlische, und deswegen vom Herrn vor allen geliebte war. <HG 289>
Der Mensch geht völlig zugrunde, wenn die Kirche und das, was zur Kirche bei ihm gehört, untergeht, d.h. wann die Neigung zum Wahren, die eigentlich bezeichnet wird durch Mutter, und welche die Kirche beim Menschen ausmacht, zerstört wird. <HG 4257>
In verschiedenen Stellen im NT bezeichnen Vater, Mutter, Brüder Schwestern, Weib, Kinder und Äcker solche Dinge, die beim Menschen und ihm eigen sind, die er verlassen soll, und an deren Statt geistige und himmlische Dinge, die des Herrn sind, die er empfangen soll, und zwar durch Versuchungen, die hier unter Verfolgungen verstanden werden. Jeder kann sehen, daß, wenn er die Mutter verläßt, keine Mutter empfangen wird, ebenso auch keine Brüder und Schwestern. <HG 4843>
“Da sprach der Vater zu ihnen” bedeutet das Innewerden von seiten dessen, was der Kirche angehört. Dies erhellt aus der Bedeutung von sprechen in den historischen Teilen des Wortes, sofern es ein Innewerden bezeichnet, wovon früher öfter; und aus der vorbildlichen Bedeutung Israels, der hier der Vater ist, sofern er die Kirche bezeichnet. Vater wird gesagt, weil durch Vater im Wort auch die Kirche bezeichnet wird, wie auch durch Mutter; aber durch Mutter die Kirche in Ansehung des Wahren, und durch Vater die Kirche in Ansehung des Guten. Der Grund ist, weil die Kirche eine geistige Ehe ist, die sich bildet durch das Gute als Vater und durch das Wahre als Mutter. <HG 5581>
Hohelied 1/6: “Meiner Mutter Kinder zürnen Mir”. Simon zum Herrn: Wer anders kann Deine Mutter in Dir, o Herr, sein als Deine ewige Weisheit, so wie der Vater in Dir die ewige Liebe ist?! Deine Mutter ist auch gleich Deine ewige Ordnung, deren mit Dir, o Herr, zürnenden Kinder den ewig unendlichen Raum erfüllen und durch ihre Ordnung der großen Unordnung der Kinder Israels zürnen. <JE IV,171/6>
Zum 4. Gebot sagt Johannes: Gehorchet der Ordnung Gottes, die ausgeht aus Seiner Liebe und Weisheit (d.i. Liebe= Vater, Weisheit= Mutter) <GS II,77/8>
Der Herr: Um diese Texte, die ursprünglich richtig von Mir sind, zu verstehen und sie als Meine Lehre zu würdigen, muß man zuerst wissen, bei welcher Gelegen-
heit Ich sie ausgesprochen habe und wie infolge einer richtigen Übersetzung. Die Gelegenheit war, als Ich in einem Orte Galiläas das Volk lehrte die Pflichten, die sie Gott und sich selbst untereinander schuldig seien. Und Ich sagte zu ihnen: Ich lehre euch nichts anderes, als was Mich Mein Vater von Ewigkeit her gelehrt hat, von Dem ihr zwar auch saget, daß Er euer Vater sei, Den ihr aber dennoch nicht erkennet und noch nie erkannt habt. Denn würdet ihr Ihn kennen, so würdet ihr auch Mich kennen, da Mich dieser Vater zu euch gesandt hat. Sie sagten: Was machest du aus dir selbst; sind wir nicht Kinder Abrahams und sagte Gott nicht zu Abraham, daß wir alle, die von ihm abstammen, Seine Kinder sind? Da aber wurde Ich erregt und sagte: Ihr sollt ja nach der Abstammung von Abraham Gottes Kinder sein; aber ihr seid es schon lange nicht mehr, sondern euer Vater ist der Satan, eure Mutter ist die Legion von allen Teufeln, und eurer Schnur Schwieger ist euer kaum ermeßbare Blindheit, Trägheit und Bosheit. Und diese größten Menschenfeinde sind eure eigenen Hausgenossen! - Und wer aus euch wieder zur wahren Kindschaft Gottes gelangen will, der ergreife das Schwert der Wahrheit, die Ich zu euch rede, und kämpfe so lange wider solche seine Hausgenossen, bis er sie besiegt hat. Da fragte freilich das Häuflein Pharisäer und Schriftgelehrte, wie Ich es wagen könne, sie für Kinder des Satans, aller Teufel und ihrer eigenen Blindheit, Trägheit und Bosheit zu erklären, indem sie erwiesenermaßen alle aus dem Stamme Levi abstammen! Ich aber sagt: Dem Fleisch nach wohl, aber dem Geiste nach seid ihr nicht dem Levi gleich von oben her, von wo auch Ich her bin, sondern von unter her; darum ihr Mich denn auch verkennet, hasset und verfolget. <SUP,S.31; A/JE XI,S.258; HIGA III,S.351/5-10: Ich bin nicht gekommen, euch den Frieden dieser Welt zu geben>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 154 →
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