← Zurück zu „M“

Mühle – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Durch Mühlen wurden die Lehrsätze bezeichnet. <HG 4335>

Mühle wird von dem gesagt, was Sache des Glaubens ist, denn das Getreide wird durch die Mühle zermalmt zum Mehl, und so zum Brot bereitet, und durch Mehl wird das Wahre bezeichnet, aus dem das Gute hervorgeht, und durch Brot das Gute selbst, das daher stammt. Somit bedeutet bei der Mühle sitzen, solches erlernen und aufnehmen, was dem Glauben, und durch den Glauben der Liebtätigkeit dienen soll. Daher kommt es, daß die Alten, wenn sie die ersten Grundzüge der Glaubenslehre beschrieben, sie dieselben darstellten durch Sitzen bei den Mühlen, und was noch mehr Anfangsgründe waren, durch ein Sitzen hinter den Mühlen. <HG 7780>

Durch Mühle und Mühlstein wird das bezeichnet, was das Gute zubereitet, daß es zu Nutzzwecken verwendet werden kann. Wie die Mühle und das Mahlen im guten Sinn die Anwendung zu guten Nutzzwecken bedeutet, so bedeutet es im entgegengesetzten Sinn die Anwendung zu bösen Nutzzwecken. Wenn es auf Babel und die Chaldäer bezogen wird, bedeutet es daher die Anwendung zugunsten ihrer bösen Liebestriebe, das die Triebe der Selbst- und Weltliebe sind, denn durch Gerste und Weizen bei ihnen wird das geschändete Gute, und durch das daraus bereitete Mehl das verfälschte Wahre bezeichnet. <HG 10303>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 147 →

← Zurück zu „M“