Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Manna bildete im Himmel das Himmlische vor. <HG 999>
Manna bedeutet das Gute des inneren oder geistigen Menschen, Wachteln dagegen das Gute des äußeren oder natürlichen Menschen, das Lustreiz genannt wird. Daß diese Dinge solches bedeuten, ergibt sich daraus, daß das Manna zur Zeit des Morgens gegeben wurde, die Wachteln hingegen zur Abendzeit. Daß es zur Zeit des Morgens gegeben wurde, bedeutet das geistig Gute, und daß es zur Abendzeit gegeben wurde, bedeutet das natürlich Gute oder den Lustreiz, denn der Zustand des Morgens tritt im anderen Leben ein, wenn das geistig Gute oder das Innere des Menschen im hellen Lichte, und das natürlich Gute oder das Äußere des Menschen im Dunkeln ist; der Zustand des Abends dagegen, wenn das natürlich Gute oder das Äußere des Menschen im Hellen, das geistig Gute aber oder des Innere des Menschen im Dunkeln ist. Diese Wechsel folgen in dieser Weise aufeinander, damit der Mensch sich vervollkommne, besonders damit ihm das Gute angeeignet werde, was im Abendzustand durch den Lustreiz geschieht. <HG 8431>
Manna bedeutet das Gute der Liebtätigkeit, das durch das Glaubenswahre erzeugt wird. Dieses Gute ist dem Menschen vor der Wiedergeburt ganz und gar unbekannt, und man weiß nicht einmal, daß es ein solches gibt. Vor der Wiedergeburt glaubt nämlich der Mensch, daß es außer dem Lustreiz der Selbstliebe und der Weltliebe, die er Gutes nennt, gar nichts Gutes geben könne, das nicht aus jenen stamme, oder so beschaffen sei. Wenn man ihm dann sagt, es gebe ein inneres Gutes, das,
solange die Lüste der Selbst- und Weltliebe herrschen, nicht zur Wahrnehmung, und folglich nicht zur Kenntnis gelangen könne, und dies sei das Gute, in dem die guten Geister und die Engel sind; dann staunt er als über etwas ganz Unbekanntes und Unmögliches, während doch dieses Gute die Lustreize der Selbst- und Weltliebe unendlich übertrifft. <HG 8462>
Manna bezeichnet das himmlische und geistige Gute und im höchsten Sinn den Herrn. Manna steht auch für das Gute des Wahren, das denen gegeben wird, die Versuchungen erdulden und in denselben siegen. <HG 8464>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 31 →
NEUOFFENBARUNG