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Man hu – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

“Man hu? Denn sie wußten nicht, was es war” bedeutet, wegen des Nichtkennens. Dies erhellt daraus, daß Man in seiner Sprache (das Fragende) was? ist, also ein Nichtkennen ausdrückt. Das Brot, das den Söhnen Israels in der Wüste gegeben wurde, aber Manna genannt, weil dieses Brot das Gute der Liebtätigkeit bedeutet, das durch das Glaubenswahre erzeugt wird. Dieses Gute ist dem Menschen vor der Wiedergeburt ganz und gar unbekannt, und man weiß nicht einmal, daß es ein solches gibt. Vor der Wiedergeburt glaubt nämlich der Mensch, daß es außer dem Lustreiz der Selbstliebe und der Weltliebe, die er Gutes nennt, gar nichts Gutes geben könne, das nicht aus jenen stamme, oder so beschaffen sei. Wenn man ihm dann sagt, es gebe ein inneres Gutes, das, solange die Lüste der Selbst- und Weltliebe herrschen, nicht zur Wahrnehmung, und folglich nicht zur Kenntnis gelangen könne, und dies sei das Gute, in dem die guten Geister und die Engel sind, dann staunt er als über etwas ganz Unbekanntes und Unmögliches, während doch dieses Gute die Lustreize der Selbst- und Weltliebe unendlich übertrifft. Hieraus erhellt nun deutlich, daß das Man so genannt wurde wegen der Worte: was ist das? <HG 8462>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 22 →

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