Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Leinen (Flachs), sofern es das Wahre des äußeren Natürlichen bezeichnet. Daß der Flachs (linum, Lein) das Wahre bedeutet, kommt von den Vorbildern im Himmel her. Im Himmel erscheinen die, welche im Wahren des Natürlichen sind, weiß gekleidet, und dieses Weiß erscheint wie von Leinwand, das Wahre des Natürlichen selbst wird dort auch vorgebildet, wie ein Gewebe aus reinen flächsenen Fäden. Diese Fäden erscheinen wie Seidenfäden, glänzend, schön durchscheinend und weich, und ein Kleid daraus ebenso, wenn das Wahre, das so vorgebildet wird, aus dem Guten ist. Umgekehrt aber erscheinen diese Fäden, die wie Leinen sind, nicht durchscheinend, auch nicht glänzend und weich, sondern wie hart und zerbrechlich, und dennoch weiß, wenn das Wahre, das so vorgebildet wird, nicht aus dem Guten ist. <HG 7601>
Weil durch die Kleider Aharons solches bezeichnet wird, was dem geistigen Reich des Herrn angehört, somit Geistiges, das Sache des Wahren ist, darum waren die Kleider seiner Heiligkeit aus Lein, und nicht aus Wolle; denn Lein bedeutet das geistig Wahre, Wolle aber das himmlisch Wahre, das beziehungsweise das Gute ist. <HG 9470>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 443 →
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