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Leckerbissen – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Leckerbissen sind in der Grundsprache Angenehmes und Liebliches des Geschmacks, und bedeuten im inneren Sinn Angenehmes das dem Guten angehört, und Liebliches das dem Wahren angehört, aus dem Grund, weil der Geschmack, wie die übrigen Sinne des Leibes, Himmlischem und Geistigem entspricht. Das Natürliche wird neu, oder empfängt ein dem Vernünftigen entsprechendes Leben, d.h. wird wiedergeboren, lediglich nur durch Lehren oder Erkenntnisse des Guten und Wahren. Der himmlische Mensch durch die Erkenntnisse des Guten zuerst, aber der geistige Mensch durch Erkenntnisse des Wahren zuerst. Die Lehren oder die Erkenntnisse des Guten und Wahren können dem natürlichen Menschen nicht mitgeteilt, somit auch nicht verbunden und angeeignet werden, außer durch Angenehmes und Liebliches, das ihm angemessen ist, denn sie werden auf äußerem oder sinnlichem Weg eingeflößt; denn was nicht durch etwas Angenehmes oder Liebliches eingeht, das haftet nicht, somit bleibt es auch nicht. Dieses ist es, was bezeichnet wird durch das Gute des Wahren und das Liebliche aus demselben. <HG 3502>

“Und er wird geben die Leckerbissen des Königs” bedeutet das Angenehme aus dem Wahren. Dies erhellt aus der Bedeutung der Leckerbissen, insofern sie das Angenehme bezeichnen; und aus der Bedeutung des Königs, insofern er das Wahre ist; somit heißt “die Leckerbissen des Königs geben”, das Angenehme aus dem Wahren. Daß von beiden gesprochen wird, nämlich vom Lustreiz aus dem Guten und vom Angenehmen aus dem Wahren, geschieht wegen der himmlischen Ehe in den einzelnen Teilen des Wortes. Der Lustreiz aus dem Guten und das Angenehme aus dem Wahren, die das Glück im Himmel machen, bestehen nicht in Müßiggang, sondern in Tätigkeit, denn der Lustreiz und das Angenehme wird im Müßiggang zur Unlust und zum Unangenehmen. Bei der Tätigkeit dagegen bleibt der Lustreiz und das Angenehme und erhebt fortwährend das Gemüt und macht es glückselig. Bei denen, die im Himmel sind, besteht die Tätigkeit darin, Nutzen zu leisten; das ist ihr Lustreiz aus dem Guten, und weise zu werden aus den Wahrheiten um des Nutzzweckes willen, das ist für sie das Angenehme aus dem Wahren. <HG 6410>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 436 →

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