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Juden – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Juden, sofern sie die bezeichnen, die in den Erkenntnissen des Guten und Wahren aus dem Wort sind, denn Judah im höchsten Sinn des Wortes bedeutet den Herrn in Ansehung der himmlischen Liebe, im inneren Sinn das himmlische Reich des Herrn und das Wort, und im äußern Sinn die Lehre aus dem Wort, die der himmlischen Kirche angehört. Die, welche keine Kenntnis vom inneren Sinn des Wortes haben, können nicht anders wissen, als daß in den prophetischen Teilen des Wortes unter Jehudah und den Juden Jehudah und die Juden verstanden werden, allein unter dem Namen derselben werden dort nicht diese verstanden, sondern alle, die in der wahren

Lehre der Kirche sind, somit die, welche in den Erkenntnissen des Guten und Wahren aus dem Wort und im entgegengesetzten Sinn diejenigen, die in der falschen Lehre sind, somit, die Wahres und Gutes des Wortes geschändet haben. Daß nicht Jehudah und die Juden verstanden sind, kann schon daraus erhellen, daß ein innerer Sinn im einzelnen des Wortes ist, und auch in den Namen der Personen und Orte, und daß in diesem Sinne nur gehandelt wird von Dingen des Himmels und der Kirche, daher auch bei den Namen Jehudah und Israel. Und weil bei ihnen die Kirche errichtet war, in der alles Vorbild und Bezeichnung himmlischer Dinge war, darum wurde durch ihren Namen das bezeichnet, was wesentlich die Kirche macht, nämlich im höchsten Sinn der Herr selbst und im inneren Sein Wort und im äußeren die Lehre aus dem Wort wie oben gesagt worden. Hieraus wird klar, wie sehr diejenigen irren, die dem Buchstaben gemäß glauben, daß die Juden ins Land Kanaan werden zurückgeführt werden und das dieselben vor anderen erwählt und zum Himmel bestimmt seien. Während doch nur wenige von jener Nation selig werden, da keine anderen selig werden, als die, welche an den Herrn glauben, und wer an den Herrn glaubt in der Welt, der glaubt auch an Ihn nach dem Hinscheiden. Aber jene Nation hat Ihn ganz aus ihrem Glauben verworfen. <EKO 119>

“Die da sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern lügen” bedeutet, die glauben, sie seien in Wahrheiten, während sie doch im Falschen sind. Dies erhellt aus der Bedeutung Jehudahs, sofern er im höchsten Sinn den Herrn in Ansehung der himmlischen Liebe bezeichnet, im inneren Sinn das himmlische Reich des Herrn und das Wort, und im äußern Sinn die Lehre aus dem Wort, die der himmlischen Kirche angehört. Daher kommt es, daß durch sagen, sie seien Juden, bezeichnet wird, glauben, sie seien in der echten Lehre, somit in den Wahrheiten selbst; und aus der Bedeutung von lügen, sofern es heißt, in Falschem sein, denn durch Lüge wird im Wort das Falsche der Lehre bezeichnet. Diejenigen, die im alleinigen Glauben und in keiner Liebtätigkeit sind, wissen nicht, daß sie in Falschem sind, weil sie glauben, sie seien in den Wahrheiten. Da doch aus einem falschen Grundsatz, welcher der ist, daß der alleinige Glaube selig mache, Falsches in fortwährender Reihenfolge fließt; denn ein Prinzip zieht alles auf seine Seite, weil es damit verknüpft sein muß; darum ist bei ihnen eine so große Unwissenheit in den Dingen des Himmels und der Kirche. Daß bei ihnen Unwissenheit ist, kann daraus erhellen, daß sie nicht wissen, was himmlische Liebe ist, welche die Liebe zum Herrn ist, was geistige Liebe, welche die Liebtätigkeit gegen den Nächsten, was der Nächste, was das Gute, was die Verbindung des Guten und Wahren, was geistiges Leben und was geistige Neigung, was Gewissen, was freier Wille, was Wiedergeburt, was geistige Versuchung ist, was und warum die Taufe und was und warum das heilige Abendmahl, was der geistige Sinn des Wortes, was der Himmel und die Hölle ist, daß jener und diese aus dem Menschengeschlecht seien und anderes mehr. Aus ihrer Unwissenheit fließt Falsches, wenn darüber gedacht wird, weil sie, wie oben gesagt wurde, aus keiner Erleuchtung denken können und keine innere Anschauung von

irgendeinem geistigen Gegenstand haben. <EKO 211>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 257 →

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