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Josua – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Josua bildet den Herrn vor. <HG 901>

“Da sprach Mose zu Josua” bedeutet den göttlichen Einfluß in das kämpfende Wahre. Daß Josua das kämpfende Wahre bezeichnet, erhellt daraus, daß ihm befohlen wurde, wider Amalek zu kämpfen, d.h. wider das Falsche aus dem inwendigeren Bösen. Wider dieses muß das Wahre kämpfen, das durch den Einfluß des göttlich Wahren zum kämpfenden geworden ist. Das göttlich Wahre selbst, das unmittelbar vom Herrn ausgeht, ist nicht kämpfend, sondern friedlich, denn es ist der Friede selbst, indem es vom göttlich Guten der göttlichen Liebe des Herrn ausgeht. Damit es aber zum kämpfenden werde, fließt es bei solchen Engeln ein, die in brünstigen Eifer für das Wahre und Gute sind, und von diesem Eifer angeregt kämpfen. Daher stammt das kämpfende Wahre, das durch Josua vorbildlich dargestellt wird. <HG 8595>

“Da machte sich Mose auf, und Josua sein Diener” bedeutet das Wort und das Vorbildliche. Dies erhellt aus der vorbildlichen Bedeutung Moses, sofern er der Mittler ist zwischen dem Herrn und dem Volke, das in dem vom inneren getrennten äußeren Sinn des Wortes war, und somit auch das Wort darstellte. Und aus der vorbildlichen Bedeutung Josuas, seines Dieners, sofern er das Vorbildliche bezeichnet. Josua bezeichnet aber hier das Vorbildliche, weil das Vorbildliche dient und hilft, daß das Äußere des Wortes und des Gottesdienstes dem Herrn durch einen Vermittler, welcher Mose war, dargestellt wird. Hieraus kann man sich eine Vorstellung bilden von der Vermittlung, die Mose darstellt, und von dem dienenden Vorbildlichen, das Josua darstellt; daß nämlich das innere Heilige, das dem vom Herrn ausgehenden göttlich Wahren, somit dem Wort und daher dem Gottesdienst angehört, einfließt in den Himmel, und hier von den Engeln aufgenommen wird. Ferner, daß mittelbar durch dieses Heilige, weil auch unmittelbar vom Herrn das Heilige einfließt bei den guten Geistern, die bei dem Menschen sind, der mit dem Lesen des Wortes sich beschäftigt, oder dem Gottesdienst demselben gemäß obliegt. Dieses Heilige wird das äußere Heilige genannt, und wenn es beim Menschen einfließt, so stellt es die vorbildlichen Dinge gemäß den Entsprechungen bei demselben dar. Hieraus kann man ersehen, wie es sich verhält mit der Vermittlung, die Mose jetzt vorbildet, und mit dem Dienst, den Josua, daß nämlich das äußere Heilige das Vermittelnde ist, und das Vorbildliche, welches das Letzte der Ordnung bildet, der Dienst ist. <HG 9419>

“Aber sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jüngling, begab sich nicht weg aus der Mitte des Zeltes” bedeutet das göttlich Wahre in den heiligen Dingen der Kirche und des Gottesdienstes, das an Moses Statt unterdessen diente. Dies erhellt aus der vorbildlichen Bedeutung Josuas, des Dieners Moses, sofern er das göttlich Wahre darstellt, das an Moses Statt diente. Derselbe heißt der Sohn Nuns wegen des Wahren und Jüngling wegen des Guten; und aus der Bedeutung von: “er begab sich nicht weg aus der Mitte des Zeltes”, sofern es heißt, es (das Wahre) höre unterdessen nicht auf, in den heiligen Dingen der Kirche und des Gottesdienstes zu sein. Durch “sich nicht wegbegeben” wird bezeichnet, unterdessen nicht aufhören, und durch das Zelt wird bezeichnet das heilige des Wortes, der Kirche und des Gottesdienstes. Mose beginnt wieder das Haupt der israelitischen Völkerschaft vorzubilden; damit nun der Zusammenhang der Sachen im inneren Sinn nicht unterbrochen werden möchte, geschah es, daß Josua im Zelt blieb, während Mose abwesend war; denn durch Josua wird das göttlich Wahre in Ansehung einer Tätigkeit vorgebildet, z.B. das kämpfende göttlich Wahre; das musternde und wahrnehmende göttlich Wahre; hier aber das göttlich Wahre, das diente in Abwesenheit des Mose; darum heißt er ein Diener Moses. <HG 10557>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 255 →

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