Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Der Name Jakob kommt von der Ferse, weil die durch Jakob bezeichnete jüdische Kirche die Ferse verletzte. <HG 259>
Daß die Liebtätigkeit der Bruder des Glaubens ist, kann jeder annehmen aus der Natur oder dem Wesen des Glaubens; ihre Brüderschaft ist auch vorgebildet worden durch Esau und Jakob, daher auch der Streit um die Erstgeburt und somit um die Herrschaft. Daher wird durch Jakob der von der Liebe getrennte Glaube verstanden. <HG 367>
Durch Jakob wird die äußere Kirche bezeichnet. <HG 768>
Jakob bezeichnet die Lehre des natürlich Wahren, oder was das gleiche ist, diejenigen, die in derselben Lehre sind, aus welcher Völkerschaft sie auch sein mögen, und im höchsten Sinn wird der Herr verstanden. <HG 3305>
Jakob bildet das natürliche Gute vor. Das natürliche Gute ist dasjenige Gute, das der Mensch von den Eltern her hat, oder in das er geboren wird. Es wird sehr genau unterschieden vom Guten den Natürlichen. <HG 3518>
Esau bildet das natürlich Gute und Jakob das natürlich Wahre vor. Nachdem der Herr das Natürliche in Ansehung des Guten und in Ansehung des Wahren in Ordnung gebracht hat, und zwar in eine solche, daß es das Göttliche aufnehmen, und so Er selbst von Seinem Göttlichen aus einfließen konnte, und Er nach und nach alles Menschliche, das Er von der Mutter hatte, ausgetrieben hat, dann erst bildet Esau vor das göttlich Natürliche des Herrn in Ansehung des Guten, und Jakob Sein göttlich Natürliches in Ansehung des Wahren. <HG 3599>
Jakob bildet das Gute des Wahren vor. <HG 3659>
Wo im Historischen von Jakob die Rede ist, wird im inneren Sinn vom Herrn gehandelt, wie Er selbst Sein Natürliches göttlich machte, deshalb bildet Jakob zuerst das Wahre bei demselben vor, und hernach das Wahre, dem das seitenverwandte Gute, das Laban war, beigefügt war, und nachdem Er dieses beigefügt hatte, bildete Jakob das Gute dieser Art vor. Ein solches Gute ist aber nicht das göttlich Gute im Natürlichen, sondern ist das mittlere Gute, durch das Er das göttlich Gute aufnehmen konnte. Ein solches Gute bildete Jakob vor, als er sich von Laban trennte. Aber dennoch ist dieses Gute in sich das Wahre, dem daher die Fähigkeit innewohnt, sich mit dem göttlich Guten im Natürlichen zu verbinden. So beschaffen ist das Wahre, das Jakob nun vorbildete. <HG 4234>
Durch Jakob wird im höchsten Sinn der Herr in Ansehung des Natürlichen, sowohl des himmlisch- als des geistig Natürlichen, vorgebildet, und im inneren Sinn das Reich des Herrn, wie es im untersten oder ersten Himmel ist, und daher auch
dasselbe in betreff der Kirche. Jakob bezeichnet auch den natürlichen Menschen und Israel den geistigen Menschen. Im allgemeinen wird durch Jakob im Wort das Äußere der Kirche bezeichnet, und durch Israel das Innere, denn eine jede Kirche hat ein Äußeres und ein Inneres, oder ist eine innere und eine äußere. Und weil das, was der Kirche angehört, bezeichnet wird durch Jakob und durch Israel, und weil alles in der Kirche vom Herrn ist, deshalb bezeichnet im höchsten Sinn sowohl Jakob als Israel den Herrn, Jakob in Ansehung des göttlich Natürlichen, Israel in Ansehung des göttlich Geistigen; daher wird auch das Äußere, das dem Reiche des Herrn und seiner Kirche angehört, durch Jakob, und das Innere durch Israel bezeichnet. <HG 4286, 4292, 4570>
Die Namen der Orte, wie die Namen der Personen, und so auch die Namen von Sachen bedeuten nicht das gleiche in dem einen Sinn, wie in dem anderen, so wie Jakob im Buchstabensinn Jakob selbst bedeutet, im inneren historischen Sinn seine Nachkommen; im inneren geistigen Sinn den natürlichen Menschen vor der Wiedergeburt; im höchsten Sinne aber den Herrn in bezug auf das göttlich Natürliche, wie oft gezeigt worden ist. <HG 4310>
Durch Jakob wird in 1.Mose Kap.34 die äußere Alte Kirche bezeichnet; dies darum, weil diese Kirche bei seinen Nachkommen errichtet werden sollte, und auch errichtet worden wäre, wenn seine Nachkommen die inneren Wahrheiten aufgenommen hätten, die bei den Alten waren; und auch, weil Jakob im höchsten Sinn das göttlich Natürliche des Herrn vorbildet. <HG 4439>
Sechs Namen sind es, die in den prophetischen Schriften, wo von der Kirche gehandelt wird, häufig vorkommen, nämlich Jehudah, Joseph, Benjamin, Ephraim, Israel und Jakob. Wer nicht weiß, welches Gute und Wahre der Kirche unter einem jeden derselben im inneren Sinn verstanden wird, kann durchaus nichts von den göttlichen Geheimnissen des Wortes in denselben erkennen. Auch kann er nicht wissen, was von der Kirche zu verstehen ist, wenn er nicht weiß, was das Himmlische ist, das Jehudah bezeichnet; was das himmlisch Geistige, das Joseph; was das geistig Himmlische, das Benjamin; was das Verstandesmäßige der Kirche, das Ephraim; was das innere Geistige, das Israel; und was das äußere Geistige ist, das Jakob bezeichnet. <HG 4592>
Jakob heißt Israel: wo ein Fortschreiten gegen das Inwendigere hin, d.h. gegen den Himmel und zum Herrn hin stattfindet, und zwar durch die Erkenntnisse des Wahren, die der Neigung derselben eingepflanzt sind, somit durch Willensneigung. Wo aber nicht von diesem Fortschreiten gehandelt wird, heißt Jakob Jakob. <HG 4598>
Im höchsten Sinn bildete Abraham das Göttliche Selbst im Herrn vor, Jischak das göttlich Vernünftige und Jakob das göttlich Natürliche; und im bezüglichen
Sinn bei dem Menschen das Innerste, welches das himmlisch Gute ist, das Inwendigere, welches das geistig Gute ist, und das Äußere, welches das natürlich Gute ist. <HG 6185>
Israel ist das geistig Gute aus dem Natürlichen, Jakob aber das Wahre des Natürlichen, und dieses, das Angehör des Glaubens daselbst ist, wird bestärkt durch das geistig Gute, welches das Gute der Liebtätigkeit ist. Auch bezeichnet Israel das Innere der Kirche und Jakob das Äußere derselben. Das Äußere der Kirche wird nicht anderswoher befestigt und empfängt nicht anderswoher seine Kräfte, als von dem Inneren derselben. Im Inneren der Kirche sind die, welche im Guten der Liebtätigkeit sind, welches das Gute des Glaubens ist, wie auch das Gute des Wahren, und das geistig Gute, und diese sind Israel. Im Äußeren aber sind die, welche im Wahren des Glaubens stehen und noch nicht entschieden im Guten sind, aber deren Gutes dennoch im Wahren ist, und dies ist Jakob. <HG 6225>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 194 →
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