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Fels – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Der Fels bedeutet den Herrn in Ansehung des Glaubens und in Beziehung auf den Menschen den Glauben vom Herrn. Der Fels bedeutet aber den Herrn in Ansehung des Glaubenswahren, weil unter Felsen auch die Schutzwehr gegen das Falsche verstanden wird. Die wahre Schutzwehr ist das Glaubenswahre; denn durch dieses wird gekämpft sowohl gegen das Falsche als gegen das Böse. <HG 8581, 6426>

Daß aber durch die Berge der Himmel bezeichnet wird, kommt von den Vorbildern im anderen Leben her, denn dort erscheinen, wie auf Erden, Berge, Hügel, Felsen, Täler und dergleichen und auf den Bergen sind die, welche in himmlischer Liebe, auf den Hügeln die, welche in geistiger Liebe, auf den Felsen die, welche im Glauben sind, und in den Tälern die, welche noch nicht zum Guten des Glaubens und der Liebe emporgekommen sind. Daher kommt es, daß durch Berge die bezeichnet werden, die im Guten der himmlischen Liebe, somit die im innersten Himmel sind und im abgezogenen Sinn das Gute der himmlischen Liebe, somit der Himmel, der in dieser Liebe ist. Und daß durch Hügel die bezeichnet werden, die im Guten der geistigen Liebe, somit die, welche im mittleren Himmel sind, und im abgezogenen Sinn das Gute dieser Liebe, und der Himmel, der darin liegt; und daß durch Felsen die bezeichnet werden, die im Guten des Glaubens und daher, die im letzten Himmel sind, und im abgezogenen Sinn dieses Gute und dieser Himmel. Sodann daß durch Täler die bezeichnet werden, die noch nicht zu diesem Guten, somit zum Himmel erhoben worden sind. <HG 10438>

“Und Jehovah sprach: Siehe, es ist ein Ort bei Mir, und du sollst daselbst auf einem Felsen stehen”, bedeutet den Zustand des Glaubens an Gott. Daß der Fels hier den Glauben bezeichnet, hat seinen Grund in den Erscheinungen im anderen Leben. Die, welche im Glauben sind, wohnen dort auf Felsen, die aber in der Liebe sind, die wohnen auf Bergen. Die Felsen erscheinen dort steinern, die Berge aber nicht steinern, weil sie Erhöhungen der Erde sind, daher kommt es, daß der Fels den Glauben bezeichnet. <HG 10580>

Die Felsen bedeuten das Wahre aus dem geistig Guten, sowie das Wahre und Gute des Glaubens bedeuten, im entgegengesetzten Sinn aber das Falsche des Glaubens. Daß die Felsen diese Bedeutung haben, kommt auch von den Erscheinungen in der geistigen Welt her, denn es erscheinen dort Felsen und Steinmassen ebenso, wie Berge und Hügel erscheinen, wie oben gezeigt wurde, und auf Felsen wohnen dort, die in den Wahrheiten aus dem geistig Guten und die im Wahren und Guten des Glaubens sind; aber die Berge und Hügel unterscheiden sich von den Felsen und Steinmassen dort darin, daß die Berge und Hügel dort von Erdreich (Boden) sind, die Felsen aber und Steinmassen von Gestein, denn der Boden entspricht dem Guten der Liebe und bedeutet es daher; das Gestein aber entspricht dem Wahren des Glaubens und bedeutet es daher. Und weil die meisten Ausdrücke

im Wort auch den entgegengesetzten Sinn haben, so auch die Felsen, und in diesem Sinn bedeuten sie das Falsche des Glaubens, und zwar ebenfalls vermöge der Entsprechung, denn die im Falschen des Glaubens sind, wohnen innerhalb der Felsen in Höhlen daselbst. Daß der Fels das Wahre aus dem Guten, und das Wahre des Glaubens und im höchsten Sinn den Herrn in Ansehung desselben bedeutet, erhellt aus mehreren Stellen im Wort. <EKO 411>

Der Herr: Die Feste ist der eigentliche Himmel im Menschenherzen und spricht sich aus im wahren lebendigen Glauben, aber ewig nie in einer leeren und nichtigen Verstandesgrübelei. Aus solchem Grunde nenne Ich auch nun den, der da hat den mächtigsten und ungezweifeltsten Glauben, einen Fels und stelle ihn als eine neue Feste zwischen Himmel und Hölle, und diese Feste wird keine finstere Macht der Hölle ewig nimmer überwältigen können. <JE I,158/3,4>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 155 →

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