Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Daß durch die “Felle” von Böcken, Schafen, Ziegen, Dachse, Widdern das geistig und natürlich Gute bezeichnet wird, kann erhellen aus dem inneren Sinn des Wortes, wo gehandelt wird von Jakob und von der Lade. Von Jakob, er sei angetan worden mit den Kleidern Esaus, und wo er nackt war, auf der Hand und dem Halse, mit Fellen von Ziegenböcken, und Jischak habe, als er diese roch, gesagt, der Geruch meines Sohnes ist wie der Geruch des Feldes. Von der Bundeslade: die Decke des Zeltes sollte bestehen aus Widderfellen und Dachsfellen; und Aharon und sein Söhne, wenn sie weiterzogen, sollten die Lade bedecken mit einer Decke von Dachsfell, ebenso den Tisch und seine Gefäße, dann den Altar von Gold und die Gefäße des Dienstes und des Altars mit Dachsfell. <HG 296>
Fell, sofern es Äußeres ist. Daß die Felle Äußeres bedeuten, ist, weil die Felle das Auswendigste eines Tieres sind, worin dessen Inwendigeres sich begrenzt, ebenso wie die Haut und die Häutchen beim Menschen. Dies hat seine Bedeutung von dem Vorbilde im anderen Leben, dort gibt es solche, die zum Gebiet der Haut des Größten Menschen gerechnet werden, und diese sind es, die bloß im äußeren Guten und dessen Wahrheiten sind. Daher bedeutet Haut und Fell das Äußere. Weil Fell und Haut Äußeres bedeutete, welches das Natürliche ist im Verhältnis zum Geistigen und Himmlischen, und in der Alten Kirche gebräuchlich war, durch Bezeichnungen zu reden und zu schreiben, darum bedeutet auch bei Hiob, das ein Buch der Alten Kirche ist, Fell und Haut ebendasselbe. <HG 3540>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 154 →
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