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Farbe – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Der Mensch oder die Seele wird im anderen Leben bei den Engeln erkannt an seiner Sphäre, und daß die Sphäre, sooft es dem Herrn gefällt, dargestellt wird durch Farben, wie sie am Regenbogen sind, verschiedenartig je nach dem Zustande eines jeden, in Rücksicht auf den Glauben an den Herrn, somit in Rücksicht auf das Gute und Wahre des Glaubens. <HG 1053>

Alle im anderen Leben sichtbaren Farben bilden Himmlisches und Geistiges vor; die Farben aus dem Flammigen solches, was der Liebe und Neigung zum Guten angehört, die Farben aus dem weißglänzenden Lichtschein solches, was dem Glauben und der Neigung zum Wahren angehört: aus diesen Ursprüngen stammen alle Farben im anderen Leben; die daher so glänzen, daß die Farben der Welt ihnen nicht gleichgestellt werden können. Es gibt auch Farben, die in der Welt noch nie gesehen wurden. <HG 1624>

Auch Farben erscheinen im anderen Leben, die an Glanz und Pracht die Schönheit der Farben in der Welt so sehr übertreffen, daß kaum ein Vergleich stattfindet. Sie entstehen aus der Vermischung des Lichts und des Schattens daselbst; und weil es hier die Einsicht und die Weisheit vom Herrn ist, die als Licht vor den Augen der Engel und Geister erscheint, und zugleich innerlich ihren Verstand erleuchtet, so sind die Farben daselbst ihrem Wesen nach Mischungen, oder sozusagen Modifikationen der Einsicht und Weisheit. Im allgemeinen stammen die Farben dort in dem Maße, als sie Glanz besitzen und ins Helle übergehen, aus dem Wahren, das Sache der Einsicht ist, und in dem Maße, als sie etwas Leuchtendes haben und ins Purpurfarbige übergehen, aus dem Guten, das Sache der Weisheit ist. Diejenigen, die hier ihren Ursprung haben, gehören auch zu dem Gebiete der Augen. <HG 4530>

Das Licht im Himmel, welches durch den Himmel vom Herrn kommt, und das aus Seinem göttlich Wahren sein Dasein hat, gestaltet sich verschieden bei einem jeden gemäß der Aufnahme. Alles Denken der Engel geschieht durch den Wechsel jenes Lichtes, wie auch das Denken des Menschen, ohne daß der Mensch dieses weiß, weil beim Menschen jenes Licht in materielle Bilder oder Vorstellungen fällt, die in seinem natürlichen oder äußeren Menschen aus dem Weltlicht vorhanden sind. <HG 4742>

Es gibt nämlich zwei Grundfarben, von denen die übrigen herkommen: die rote Farbe und die weiße Farbe. Die rote Farbe bedeutet das Gute, das der Liebe angehört, und die weiße Farbe das Wahre, das dem Glauben angehört. Daß die rote Farbe das Gute bedeutet, das der Liebe angehört, hat den Grund, weil sie vom Feuer herkommt, und Feuer das Gute der Liebe bedeutet. Und daß die weiße Farbe das Wahre bedeutet, das dem Glauben angehört, hat den Grund, weil sie vom Licht herkommt, und Licht das Wahre des Glaubens bezeichnet.

Hieraus erhellt, was die übrigen Farben bedeuten, denn so viel sie vom Rot haben, so viel bedeuten sie das Gute, das der Liebe angehört, und so viel vom Weiß, so viel das Wahre, das dem Glauben angehört. Alle Farben, die im Himmel erscheinen, sind nämlich Modifikationen des himmlischen Lichts und der himmlischen Flamme auf jenen beiden Grundlagen, denn das himmlische Licht ist ein reales, und ist an sich das vom göttlich Guten des Herrn ausgehende göttlich Wahre. Deshalb bedeuten die Modifikationen dieses Lichts und dieser Flamme verschiedene Gestaltungen des Wahren und Guten, somit der Einsicht und Weisheit. <HG 9467>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 142 →

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