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Fallstrick – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Fallstrick, sofern es Verlockung und Betrug des Bösen bezeichnet. Das Böse verlockt und betrügt, weil alles Böse aus der Selbst- und Weltliebe entspringt, und die Selbst- und Weltliebe dem Menschen angeboren ist, und der Mensch in derselben den Lustreiz seines Lebens von Geburt an hat, ja sogar sein Leben. Deshalb ziehen die Triebe dieser Liebe gleich verborgenen Strömungen

das Denken und Wollen des Menschen fortwährend vom Herrn weg zu sich selbst, und vom Himmel zur Welt, somit vom Wahren und Guten des Glaubens zum Falschen und Bösen; die Vernünfteleien aus Sinnestäuschungen üben dann einen mächtigen Einfluß aus, wie auch der verkehrt ausgelegte und angewandte Buchstabensinn des Wortes. Dieses und jenes ist es, was unter Fallstricken, Schlingen, Gruben, Netzen, Stricken, Fußfesseln, dann auch unter Täuschungen und Betrügereien im Wort dem geistigen Sinne nach verstanden wird. Wie daher der Fallstrick die Lustreize der Selbst- und Weltliebe bezeichnet, so bezeichnet er auch die Zerstörung des geistigen Lebens und das Verderben, denn das Ganze des Glaubens und der Liebe zum Herrn und das Ganze der Liebe gegen den Nächsten wird durch die Lust der Selbst- und Weltliebe, da wo sie herrscht, zerstört. <HG 9348>

“Daß sie nicht etwa zum Fallstrick werden in deiner Mitte” bedeutet die Verführung dadurch im Wort selbst. Dies erhellt aus der Bedeutung von “zum Fallstrick werden”, sofern es heißt, gefangen und verführt werden von seinem Bösen und Falschen, und aus der vorbildlichen Bedeutung Moses, sofern er das Wort darstellt. “In seiner Mitte” bedeutet daher, im Wort selbst. <HG 10641>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 140 →

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