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durchsichtig – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Das Gute heißt durchsichtig, wenn es zum Wahren wird, denn das Gute kommt zur Erscheinung durch das Wahre, weil das Wahre die Form des Guten ist, und das Gute nicht anders im Licht erscheint, als in seiner Form. Je besser daher die Form ist, in der das Gute sich darstellt, desto durchsichtiger (klarer) erscheint es, denn dann leuchtet das Gute selbst daraus hervor, so daß es auch den Verstand und zugleich den Willen des anderen anregt. Wie es sich nämlich mit dem Guten und Wahren verhält, so verhält es sich auch mit dem Willen und dem Verstand beim Menschen; denn der Wille ist zur Aufnahme des Guten bestimmt, und der Verstand zur Aufnahme des Wahren. Auch erscheint der Wille nicht im Licht, außer durch den Verstand, denn der Verstand ist es, der den Willen bildet, und ihn klar darstellt. Was aber gebildet wird, das wird gleichsam in Teile zerlegt, und wenn diese regelrecht zusammengeordnet sind, so treten unter ihnen verschiedene Beziehungen oder verschiedene Verhältnisse hervor, und dadurch stellt sich das Gute im Verstand dar und wird gleichsam durchsichtig. Das Gute, das im Verstand durchsichtig geworden ist, ist das Wahre dieses Guten. <HG 9781>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 359 →

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