Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Boden, wie auch Feld, ist der äußere Mensch, während er himmlisch wird. <HG 90>
Boden bedeutet den äußeren Menschen. Wenn der Mensch wiedergeboren ist, wird er nicht mehr Land genannt, sondern Boden, weil in ihm himmlische Samen eingepflanzt sind. <HG 268>
Boden bedeutet eine Spaltung oder Ketzerei, weil Feld die Lehre bedeutet, daher der Boden, in dem das Feld ist, eine Spaltung ist. Der Mensch selbst ist ein Boden, wie auch ein Feld, weil ihm eine Lehre eingepflanzt wird. <HG 377>
Boden im echten Sinn ist die Kirche oder der Mensch der Kirche, daher alles was die Kirche bekennt. Nach dem Subjekt richtet sich das, was von ihm ausgesagt wird; daher auch der, welcher sich übel zum Glauben bekennt, d.h. zu einer Spaltung oder Ketzerei, ebenfalls Boden genannt wird. <HG 386>
Im Worte wird der Boden (humus) genau unterschieden von Erde (terra); durch Boden wird überall bezeichnet die Kirche oder etwas von der Kirche; daher auch der Name des Menschen oder Adam, das heißt Erdboden (humus); unter Erde wird dort hin und wieder verstanden eine Nicht-Kirche oder ein Nicht-Etwas der Kirche. Boden bezeichnet auch die Kirche der Heiden. <HG 566, 593>
Erde ist ein Wort, das im Worte sehr oft genannt wird, und durch sie wird bezeichnet das Land, in dem die wahre Kirche des Herrn, wie das Land Kanaan; auch das Land, in dem keine Kirche ist, wie das Land Ägyptens, und das Land der Heiden, somit steht es für die Völkerschaft, die daselbst ist. Land heißt es von der himmlischen Liebe, wie das Land Kanaan; die Länder der Heiden von unsauberen Trieben; aber Boden vom Glauben, der eingepflanzt wird. <HG 620>
Boden wird der Mensch genannt, weil es der erste Zustand ist, wo der Mensch zur Kirche wird, und ihm das Gute und Wahre des Glaubens eingepflanzt werden kann. <HG 872>
Der Boden ist im allgemeinen der Mensch der Kirche und alles, was zur Kirche gehört, folglich hier alles, was vom Herrn durch den inneren Menschen erzeugt wird im äußeren. Der Boden selbst ist im äußeren Menschen, in seinen Trieben und in seinem Gedächtnisse: weil es scheint, als ob der Mensch das Gute hervorbrächte, darum wird gesagt, alles, was der Boden hervorkriechen läßt: aber es ist ein Schein; es geschieht durch den inneren Menschen vom Herrn, denn es gibt, wie gesagt, nichts Gutes und Wahres, außer vom Herrn. <HG 990>
Boden bedeutet den Menschen der Kirche, oder was dasselbe ist, die Kirche, denn damit eine Kirche sei, muß der Mensch eine Kirche sein: Boden heißt die Kirche darum, weil sie Samen empfängt, welche die des Glaubens sind, oder Wahres und Gutes des Glaubens. Der Boden wird von der Erde, die, wie gezeigt worden, ebenfalls die Kirche bezeichnet, unterschieden, wie der Glaube von der Liebtätigkeit. Gleichwie die Liebtätigkeit in sich enthält den Glauben, so enthält die Erde in sich den Boden; wenn daher von der Kirche im allgemeinen die Rede ist, so wird sie genannt Erde, wenn im besonderen, so wird sie genannt Boden. <HG 1068>
Das Himmlische oder das Gute, das Angehör der Liebe zum Herrn und der Liebtätigkeit gegen den Nächsten ist, wird mit dem Boden, ferner auch mit dem Acker verglichen, und heißt auch Boden und Acker, weil es das Himmlische oder das Gute ist, das die Wahrheiten des Glaubens aufnimmt, die mit Samen verglichen, auch Samen genannt werden. <HG 2971>
“Auf dem Erdboden” bezeichnet “überall, wo die Kirche ist”, denn durch Boden wird ebenso wie durch Land die Kirche bezeichnet. <HG 10570>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 237 →
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