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Bildsäule – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Bildsäule, sofern sie das Falsche des Gottesdienstes bezeichnet. <HG 9321>

Bildsäulen, sofern sie Vorbilder der Verehrung des Herrn durch das Wahre sind; im entgegengesetzten Sinn, Vorbilder des Götzendienstes aus dem Falschen. Daß die Bildsäulen Vorbilder des Gottesdienstes waren, hatte den Grund, weil es bei den Alten gebräuchlich war, Bildsäulen zu setzen, und sie mit Öl zu salben, und dadurch zu heiligen. Die Alten hatten ihren Gottesdienst hauptsächlich auf Bergen, auf Hügeln und in Hainen; daselbst stellten sie Bildsäulen auf. Auf den Bergen aus dem Grund, weil die Berge den Himmel bezeichneten, wo himmlische Liebe regiert, welche ist die Liebe zum Herrn; auf Hügeln aber aus dem Grund, weil die Hügel den Himmel bezeichneten, wo geistige Liebe regiert, welche ist die Liebe gegen den Nächsten; und in Hainen aus dem Grund, weil die Haine himmlische Weisheit und Einsicht bezeichneten; das alles vermöge der

Entsprechungen. Die Bildsäulen, die daselbst aufgestellt wurden, bezeichneten das göttlich Wahre, denn die Bildsäulen waren Steine, und der Stein bezeichnet das Wahre. Darum wird der Herr in Ansehung des göttlich Wahren im Wort der Stein Israels genannt. Daher kommt es nun, daß die Bildsäulen die Verehrung des Herrn aus dem Wahren bezeichneten. <HG 10643>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 196 →

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