Die Menschheit kann heute meist nur noch materiell denken und hat vom Geist, hinter dem Vorhang der Materie, welcher die ganze Materie ihrer Außenform nach bildet, zusammenhält und vom Größten bis ins Kleinste vollkommen durchwebt und durchdringt, keinen Begriff mehr und kann ihn nicht fassen. Dieser Menschheitszustand ist mit der „Vertreibung aus dem Paradies“ bildhaft dargestellt, denn die „Frucht“ von der die Eva aß (das Weib steht sinnbildlich für die Eigenliebe des Menschen), war die vom Baum der Erkenntnis (des Verstandes, welcher mit den Sinnen nach Außen in die materielle Welt gerichtet ist, und der nur Raum- und Zeitbegriffe kennt und berechnet). Der Baum des Lebens aber – was das Gemüt (als das geistige Grundleben des Menschen) mit all seiner Liebe, Inspiration, Fantasie und Vorstellungskraft ist, und welches als das lebendige Empfindungsvermögen nach Innen gerichtet ist – wurde vernachlässigt (übrigens gilt dieses Gemüt heute gar nichts mehr, weil der Mensch sich nur noch über das Gehirn definiert). Der Mensch begann also damals, sich Außen zu gründen und verlor sein Inneres aus den Augen. Der Geist aber, ohne den die Materie nicht bestünde, ist das Innerste, Inwendige und eigentliche, echte Sein eines jeden Dinges. Dieses Sein nicht mehr zu kennen und zu fühlen ist der Zustand, außerhalb des Paradieses, außerhalb der Wirklichkeit zu leben und wird auch als die „Finsternis“ bezeichnet. Der Blick in die geistige, wirkliche Welt, war bis dahin normal, und ebenso auch der Kontakt mit den Jenseitigen. Der Blick in die materielle Außenwelt aber ist ein Blick in den Schein und auch immer ein Blick in die Vergangenheit, nicht in das Sein, denn der Geist allein ist die Wahrheit. Betrachtet mach z.B. einen Sonnenuntergang und die Sonne steht knapp über dem Horizont, so ist sie in Wahrheit aber schon unterhalb des Horizontes, also gar nicht mehr da, obschon wir sie noch sehen. Das Licht, das von der Sonne auf die Erde trifft, ist sieben Minuten alt. Wir sehen also die Sonne, wie sie vor sieben Minuten ausgesehen hat. Alles Außen ist nur ein Abbild auf unserer Seele. Daher sagt JESUS auch „Im Geist und in der >Wahrheit<“. Geist hat also überhaupt nichts mit Gehirnverstand oder dem Denken zu tun, wie man heute falsch lehrt, sondern mit der einzigen Lebenswirklichkeit des Seins. Daher ist die Liebe zu Gott auch ein beständiges „Beten ohne Unterlass“ im Geist und in der Wahrheit, weil die Liebe der Größte der 7 Geister (Eigenschaften) Gottes ist. Sie stellt also eine direkte Verbindung mit Gott in uns her. Und aus dieser Ur-Lebenskraft in uns entwickelt sich dann folglich alle Erkenntnis (Weisheit) und die Ordnung in allen Dingen. Gott brachte uns in JESUS dieses Wissen wieder, damit wir alle wieder heimkehren können, die wir Seinen Worten Gehör schenken, ihnen glauben und uns danach richten.
NEUOFFENBARUNG