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Die Liebe muss den Eckstein bilden in Meiner Kirche

J. Ladner, Vaterbriefe Band 2 / 285.  Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein geworden
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Zum 12. Mai 1882
"Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden, – von dem Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbarlich (erfüllt) vor unseren Augen." – Matth. 21, 42 –

Liebe Kinder!

Es ist dieser Stein ein Stein des Anstoßes! Wie ein Stein von undurchdringlich fester Masse ist, die nie ganz in ihrem Bestandteilen untersucht oder erforscht werden kann, indem dieselbe auch ins Unendliche teilbar ist, so ist es mit dem Glauben, den Ich auf Erden gründete und welcher vom Vater zeugen soll.
Dieser Glaube an Mein Wesen kann nie ganz durchforscht werden, indem dieses gleichfalls undurchdringlich ist, und in tausend und abertausend Ansichten zerteilt wird.
Die Menschen beurteilen Mein Wesen zumeist bloß äußerlich, und daher kommt es, daß sie die Annahme der innigen Vereinigung mit Mir für eine Anmaßung solcher halten, die sich derselben rühmen können, (weil nämlich nur ihr kindlicher Glaube an Mich als ihren Vater ihnen dazu verholfen hat.)
Es gehört wahre Liebe zu Mir und zum Nächsten dazu, solches zu begreifen; weil aber die Selbstüberhebung sehr hinderlich ist an der wahren Liebe, und diese Wurzel (der Selbstüberhebung) zu tief im Menschen steckt; (denn sie ist die Erbsünde, durch welche der Mensch das Paradies verlor), darum ist ein so großer Kampf damit verbunden, die wahre Liebe zu erreichen, von der es heißt: "sie leidet alles, sie duldet alles, sie blähet sich nicht auf…," und diese Liebe, welche Mein Wesen ausmacht, muß den Eckstein bilden in Meiner Kirche.
Weil aber die Lehrer selbst diesen Kampf scheuen, so können sie auch anderen bei solchem Kampfe wenig Rat und Hilfe leisten, und haben Mich anstatt in der Liebe nur im Glauben erfaßt, und als Meine Haupteigenschaften in Meinem Wesen die Gerechtigkeit und die Strafe gelehrt, um mit Drohungen die Menschen zum Gehorsam zu zwingen.
Somit haben sie den Eckstein verworfen; allein die Propheten weissagen schon von der Zeit, wo die Liebe, die ewige göttliche Liebe, die mit dem Namen "Vater" bezeichnet wird, die Grundlage werden wird, welche den wahren Glauben und die Seligkeit bedingt.
Ohne solche Vereinigung kann der Mensch nie ganz selig werden; denn nur das Kindesrecht und der Genuß der ewigen Vaterliebe sind das wahre Wesen der Seligkeit.
Je mehr ihr die Wertlosigkeit der äußeren Glücksgüter kennen lernet, desto mehr werdet ihr angetrieben, nach solchen zu trachten, die ewig beglücken, und weil alles Tastbare unsicher ist, und euch entrissen werden kann, so sind es nur geistige Güter, die aber auch gesucht und erkannt werden müssen.
Diese sind aber einzig nur im Besitz des inneren Menschen, weil der innere Mensch ein Abkömmling von Mir und daher verwandt mit Mir ist, als ein Erbgut von Mir.
Je mehr der Mensch seinem Familienzuge treu bleibt, desto mehr wird er seiner Familie einverleibt bleiben, und so auch bei Mir!
Je mehr er aufmerkt auf seine innere Ausstattung und diesen Adel aufrecht zu erhalten und ihn zu vergrößern sucht, desto näher tritt er Mir, und Ich als Vater freue Mich über diese Annäherung, und achte in Meiner großen Liebe der Schranken nicht, welche der finstere Leib scheinbar nachzieht, sondern es findet eine volle Vereinigung zwischen Mir und der Seele statt.
Diese Glaubensannahme wird jetzt noch immer verworfen, aber es muß alles in Erfüllung gehen, was in der Heiligen Schrift geschrieben ist, und ging auch schon an Vielen in Erfüllung, die ihren Leib abgestreift haben, welcher zwar im allgemeinen sonst ein Hindernis daran ist; aber durch den guten Willen und durch Meinen Beistand weit überwunden werden kann.
Glaubet Mir: Es wird die Zeit auch kommen, wo noch Viele zu dem Tempelbau eingefügt werden, wovon Ich als Vater die Grundlage oder den Eckstein bilde, und es wird alsdann gleichfalls heißen: "Von dem Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unseren Augen." Die ewige Liebe, Gott als Vater unter Seinen Kindern, (der Stein des Anstoßes in der Jetztzeit) der wird alles, worauf er fällt, zermalmen; denn wer vermag Meiner Liebe zu widerstehen, wen sie sucht und auf welchen sie fällt!

Euer Vater in Jesu!

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