Auf das Liebesmahl des Herrn mit Seinen Jüngern als Gedächtnismahl für den Erdenwandel des himmlischen Vaters in Jesu wurden schon die Urväter im Werk der Neuoffenbarung "Die Haushaltung Gottes" (1/169) hingewiesen.
Zu Adam und seinen Nachkommen auf der Höhe kam Gott, der Herr, des öfteren in verschiedenerlei Gestalt, um sie zu belehren und vor den argen Einflüssen der Tiefe zu bewahren. So kam der "Abba" oder "Vater der Herrlichkeit" auch als ein gotterleuchteter Mensch namens ABEDAM zu den Kindern der Höhe, wandelte unter ihnen und gab ihnen heilige Lehren.
Eines Sabbatmorgens hielt er mit ihnen das Frühmahl, welches in Brot, Milch und Honig bestand. Nach dem das Mahl beendet war und alle in ihren liebeerfüllten Herzen dem Abedam Abba gedankt hatten, da erhob sich der Hohe und richtete an die Väter folgende Worte:
„Höret ihr alle, die ihr zugegen seid! Mit diesem Mahle sollet ihr euch allezeit erinnern, wer der war, ist und sein wird ewig, der zu euch kam und euch Selbst gelehrt hat den gerechten Weg der Liebe und also auch die wahre, unendliche Weisheit aus ihr — nicht eine Weisheit der Welt zur großen Beschwerde des Hauptes und einer noch größeren des Herzens, sondern eine wahre Weisheit der Liebe, welche ist das wahre, freie, ewige Leben.
Dieses Mahl sollet ihr so auch fürder begehen, bevor ihr dem Vater ein Sabbatopfer darbringen wollt. Denn wahrlich, Ich sage euch: Nicht eher soll das Opfer angesehen werden, als bis ihr euch beim Mahle als wahre Brüder und Schwestern in Meiner Liebe und also auch als Kinder eines und desselben Vaters im Herzen wohl erkannt habt!
Sooft ihr in der wahren, lebendigen Liebe eures Herzens zu Mir solches unter euch begehet, werde Ich unter euch sein — manchen, die da zu Mir brennenden Herzens sind sichtbar — oder den Laueren unsichtbar.
Ja, in Meiner Liebe werdet ihr alles vermögen — ohne Meine Liebe aber nichts! Denn Meine Liebe ist ein fetter, guter Acker, auf welchen ihr gesät seid. Wer sich da nicht ausreißen läßt vom Feinde, der wird üppig emporwachsen und wird viele herrliche Früchte bringen. Wer da aber die Wurzeln seines Liebelebens nicht tief und fest genug in den Grund dieses Ackerbodens treibt, wahrlich, dem wird es übel ergehen zur Zeit, wenn der Feind der Liebe kommt und versucht, die Bäumchen aus dem Boden des Ackers zu ziehen. Er wird nicht eines unversucht lassen. Wo er aber ein schwaches antrifft, wird er es wohl verschonen? O nein, er wird es samt den schwachen Wurzeln aus dem Boden des guten Ackers reißen. Und das Bäumchen wird verdorren und endlich ganz in den Tod übergehen! Denn wer hat in der Luft Pflanzen entstehen und gedeihen sehen?!
'Jedes Pflänzchen bedarf auch der Luft zum Leben!' werdet ihr wohl sagen. — Ja, auch Ich sage solches! Aber das Erdreich ist das erste Notwendige, ohne dieses ist die Luft zu nichts nütze!
Es ist die Luft gleich dem göttlichen Worte, und die Liebe eures Herzens gleich dem Erdreich, in welches gesät ist ein lebendiger Geist, umgeben mit einer lebendigen Seele. Dieser Same des ewigen Lebens, der Geist und die Seele in euch, kann nur dann sich die heilige Luft der göttlichen Lehre fruchtbringend zunutze machen, so er aufgegangen ist und feste und tiefe Wurzeln getrieben hat im Erdreich eurer Liebe zu Mir. — Sehet, sonach nützt euch Mein Wort wenig, so eure Herzen nicht voll Liebe sind zu Mir und daraus zu euren Brüdern.
Darum sei euch dieses Morgenmahl ein sichtbares Mahnzeichen, daß ihr euch allzeit an die Liebe halten sollet! Und solange ihr solches tut, werdet ihr auch das Leben haben und auch Mich als den Urborn aller Liebe, alles Lebens und aller wahren Weisheit!
Diese Worte grabet euch tief ins Herz und tut alle unabänderlich danach, so werdet ihr leben durch und durch und nicht fragen: 'Wo ist der Vater?' — und auch nicht zu Ihm rufen: 'Komme!' — Denn da wird Er sein bei euch und in euch wie jetzt — so auch ewig! — Amen."
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