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Über den rechten Geist beim Kreuztragen

Über den rechten Geist beim Kreuztragen belehrt im "Großen Evangelium Johannes" ein Engel die Jünger:

"Alles, was auf Erden und in allen Sternen vor sich geht, geschieht zum alleinigen Besten der Menschen. Denn nur im Menschen liegt der Grund und Zweck aller Schöpfung im endlosen Raum.

Wenn ein Mensch so denkt und fühlt, wird er auch in allen Zuständen seines diesirdischen Freiheits-, Bildungs- und Probelebens eine unerschütterliche Ruhe des Herzens haben. Und Gott wird ihn erretten aus jeder Not und wird ihn finden lassen den Weg des wahren Lebens, den Weg des Lichtes und aller Wahrheit.

Aber wer da ungeduldig wird und über dies und jenes, das er doch nicht ändern kann, murrt und oft sogar in seinem geheimen Grimme Lästerungen über die ihm widrig vorkommenden Erscheinungen dieser Welt denkt und ausspricht, der eignet sich die Liebe Gottes nicht an, sondern entfernt sich nur immer mehr von ihr. Und das gibt keinem Menschen weder eine irdische und noch weniger eine jenseitige Ruhe und Glückseligkeit.

Denn alles geschieht ja nur durch die Liebe Gottes zum wahren Wohle des Menschen. Erkennt der Mensch das dankbar in seinem Gemüte an, so nähert er sich auch stets mehr der Liebe und der Ordnung Gottes, geht bald und leicht ganz in dieselbe über und wird dadurch in sich selbst himmlisch weise und mächtig."

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