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155. Cyrenius Schiffssorge, guter Rat und Dank, Vorraussage über Reiseabenteuer

  01] Am Abende wurde noch ein Abendmahl bereitet und zu sich genommen und sodann Vorkehrungen zur Abreise für den nächsten Tag getroffen.
  02] Es war aber nach dem Wissen des Cyrenius und seiner Suite (Gefolgschaft) das neue Karthagerschiff noch mit nichts belastet und versorgt, und Cyrenius kümmerte sich heimlich doch ein wenig darob.
  03] Aber es trat ein Jüngling zu ihm und sagte: »Quirinus, du sollst dich auch heimlich um nichts kümmern!
  04] Denn siehe, um was du dich nun sorgst, das ist lange schon in der besten Ordnung!
  05] Bestelle nur dieses dein Haus zur guten Ordnung in deiner Abwesenheit; für alles andere wird schon von unserer Seite gesorgt werden im Namen des Herrn Gott Zebaoth!«
  06] Cyrenius glaubte – und sorgt sich um gar nichts mehr, was da das Wesen der Schiffe betraf.
  07] Darauf berief Cyrenius den Hauptmann zu sich und übergab ihm die Leitung und Besorgung der Burg.
  08] Und als der Hauptmann diesen seinen gewöhnlichen Dienst wieder angetreten hatte,
  09] da berief Cyrenius den Obersten zu sich und übergab ihm wieder die Vollmacht über das in dieser Stadt stationierte Militär.
  10] Denn bei den Römern durfte der Oberste in Gegenwart des Statthalters das Militär nicht nach eigenem Gutdünken kommandieren, denn da war der Statthalter sozusagen alles in allem.
  11] Als Cyrenius mit der Anordnung fertig war, da ging er zu
Joseph hin und sprach:
  12] »Mein allererhabenster, ja ich möchte sagen, du mein heiliger Freund und Bruder! Was alles habe ich nun doch dir und ganz besonders deinem allerheiligsten Kindlein zu danken!
  13] Wie, wann, womit werde ich dir je diese große Schuld abzutragen imstande sein?
  14] Du hast mir die Tullia gegeben, hast mir das Leben wunderbar gerettet!
  15] Ja, ich kann ja gar nicht aufzählen alle die außerordentlichen Wunderwohltaten, die du mir erwiesen hast in der kurzen Zeit dieses meines Hierseins!«
  16] Und Joseph sprach: »Freund wie lange ist es, daß ich in großer Bedrängnis stand?
  17] Da wardst du mir als rettender Engel des Herrn zu Tyrus entgegengesandt!
  18] Und siehe, also wäscht fortwährend eine Hand die andere am großen Körper der gesamten Menschheit!
  19] Doch nun nichts mehr weiter von dem! Siehe, es ist Abend geworden! Die Villa liegt eine Stunde außer (außerhalb) der Stadt; daher laß mich nun aufbrechen und nach Hause ziehen!
  20] Meinen und des Herrn Segen hast du und deine Gefährten vielfach; daher magst du getrost ziehen von hier!
  21] Die drei Löwen aber nimm in dein Schiff, – sie werden dir gute Dienste tun!
  22] Denn ihr werdet Sturm haben und werdet nach Kreta verschlagen werden, und die räuberischen Kreter werden euch überfallen.
  23] Und hier wird es sein, wo dir die drei Löwen wieder einen guten Dienst tun werden!«
  24] Hier ward Cyrenius furchtsam; aber Joseph tröstete ihn und versicherte ihm, daß da niemand auch nur den allergeringsten Schaden leiden werde.

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