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g) Schlechte Ehen und ihre Früchte

NS Kap. 23 — DER HERR: "Glaubet Mir: Die verächtlichste Ehe, welche auf der Erde geschlossen wird, ist eine Geld- oder Güterehe. Diese hat auch ganz sicher allda ein ewiges Ende, wo ihr Grund ein Ende hat. — So sind auch nicht minder verderblich und verächtlich diejenigen Ehen, welche die Sinnlichkeit und gegenseitige reizende Leibesform zum Grunde haben; denn auch diese vergehen allmählich, wie ihr Grund. — Dergleichen sind auch politische Ehen schlecht und vergänglich; auch sie dauern nicht länger als ihr Grund. — So sind auch die vorzeitigen Jugendehen ohne Bestand; denn auch diese vergehen wie ihr Grund. — Ingleichen die Glanzehen; auch diese vergehen wie ihr verderblicher Grund.

Nur Ehen, die allein Mich zum Grunde haben, werden ewig bestehen, weil ihr Grund ein ewiger ist!

Darum also habe Ich euch auch solches gegeben, damit ihr daraus ersehen sollet, wie die wahren Ehen geschlossen und beschaffen sein und welchen Grund sie haben sollen.

Saget ihr aber nicht selbst: Auf einem schlechten Grunde können keine edlen Früchte zum Vorschein kommen, sondern nur Unkraut und Disteln? — Wenn ihr demnach die ganze Welt im argen erblicket und fraget: Woher dieses? — da sage Ich euch: Sehet auf den Grund, auf welchem die Früchte gewachsen sind, und urteilet danach, ob in derlei Sümpfen und Morästen wohl edle Reben wachsen können? Ihr leget die Rebe ja auch nur auf die Berge also, daß sie dort einatme und einsauge die reineren Säfte und eine gute Luft, und saget: Das ist der beste Grund für die Rebe! Sehet, also sollten auch die lebendigen Früchte des Menschengeschlechtes, als die alleredelste Pflanze der Erde, auf den besten Grund gesät sein! — Demnach wundert euch nicht der schlechten Früchte, wenn sie in Pfützen, Kloaken, Sümpfen und Morästen gezogen werden! Solche Gründe aber sind eure weltlichen Ehen; darum auch ihre Früchte, wie der Grund!"

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