GS II/72 u. 6 — Auch der Geist hat ordnungsmäßig zu seiner Stärkung der Ruhezeiten vonnöten — was der Herr schon bei der ersten Schöpfungsgeschichte dadurch anzeigte, daß Er nach den bekannten sechs Schöpfungswerktagen einen siebenten Ruhetag bestimmt hat.
Und zu den Zeiten Christi hat der Herr Selbst gezeigt, daß Er nach getaner Arbeit gleich einem jeden andern Menschen geruht hat. So müssen auch die Geister hier, in der geistigen Welt, Ruheperioden haben, in denen sie sich wieder zu neuem Wirken stärken.
Auch hier, in den Himmeln, sind die allerseligsten Geister nicht in einem stets gleich hohen Grade der innersten Weisheit aus dem Herrn, sondern darin findet auch hier ein Zustandswechsel statt, welcher zu vergleichen ist mit dem Wirkungsstande und dem darauf folgenden Raststande. — Im Wirkungsstande ist ein jeder nach Bedarf mit der tiefsten Weisheit des Herrn ausgerüstet; im Raststande aber bedarf niemand solcher Tiefe, sondern auch hier einer gewissen Sabbatruhe in der stillen, heimlichen Liebe zum Herrn.
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