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Es besteht eine Entsprechung aller Teile des Himmels mit allen Teilen d Menschen

Es besteht eine Entsprechung aller Teile des Himmels mit allen Teilen des Menschen

Es ist eines der größten Geheimnisse vor der Welt, aber allgemein bekannt im anderen Leben, auch einem jeden Geist, dass alles, was im menschlichen Körper ist, eine Entsprechung hat mit dem, was im Himmel, bis soweit, dass daselbst nicht einmal das allerkleinste Teilchen ist, dem nicht etwas Geistiges und Himm­lisches, oder was dasselbe ist, dem nicht himmlische Gesellschaften entsprächen, denn diese bestehen gemäß allen Gattungen und Arten des Geistigen und Himmlischen, und zwar in solcher Ordnung, dass sie zusammen einen Menschen darstellen, und zwar in seinem ganzen und einzelnen, sowohl inwendigeren als auswendigeren. Daher kommt es, dass der ganze Himmel auch genannt wird der Größte Mensch; und daher kommt es, was öfter gesagt worden, dass die eine Gesellschaft zu diesem Gebiete des Leibes gehört, und die andere zu jenem, und so weiter. Die Ursache ist, weil der Herr der alleinige Mensch ist, und der Himmel Ihn vorbildet; und das göttlich Gute und Wahre, das von Ihm ausgeht, ist es, was den Himmel ausmacht. Weil die Engel in diesem sind, sagt man, dass sie im Herrn sind. Die aber in der Hölle sind, sind außerhalb jenes Größten Menschen, und entsprechen schmutzigen Dingen, und dann auch Krankheiten (Gebrechen).
<HG 2996>
(Von den Entsprechungen aller, sowohl der inneren als der äußeren Organe und Glieder des Menschen, mit dem Größten Menschen, welcher der Himmel ist: 3624-3649, 3741-3750, 3883-3896, 4039-4055, 4218-4228, 4318-4331, 4403-4420, 4523-4533, 4622-4634, 4652-4660, 4791-4806, 4931-4952, 5050-5062, 5171-5189, 5377-5396, 5552- 5573)
Dieses kann man auch einigermaßen daher wissen, dass der geistige oder innere Mensch, welcher der Geist des Menschen ist und auch dessen Seele genannt wird, in gleicher Weise Entsprechung hat mit seinem natürlichen oder äußeren Menschen, und dass die Entsprechung der Art ist, dass, was dem Inneren des Menschen angehört, geistig und himmlisch ist, aber was dem äußeren, natürlich und körperlich. Der Mensch ist auch wirklich in Betreff des inneren Menschen ein kleiner Himmel, weil zum Bilde Gottes erschaffen. <HG 2997> Dass die Entsprechungen solcherart sind, ist mir während mehrerer Jahre so vertraut geworden, dass kaum etwas vertrauter sein kann, obwohl es solcherart ist, dass der Mensch nicht weiß, dass es ist, und nicht glaubt, dass er einen Zusammenhang habe mit der geistigen Welt, während er doch ganz mit ihr zusammen- und von ihr abhängt, und er nicht einmal einen Augenblick bestehen kann, auch nicht ein Teil in ihm, ohne diesen Zusammenhang. Daher kommt sein ganzes Bestehen.
Es wurde mir auch zu wissen gegeben, welche Engelsgesellschaften zu einem jeden Gebiet des Körpers gehören, ferner welcherart sie sind; welche und von welcher Art zum Gebiete des Herzens, welche und von welcher Art zum Gebiet der Lungen, sodann welche und von welcher Art zu dem der Leber, ferner welche und welcherart zu den Sinnesorganen, wie zu den Augen, zu den Ohren, zur Zunge und zu den übrigen. <HG 2998>
93. Bisher war die Rede von der Entsprechung des inneren oder geistigen Menschen mit seinem äußeren oder natürlichen Menschen. Im Folgenden soll vom Entsprechungsverhältnis des ganzen Himmels zu den einzelnen Teilen des Menschen gehandelt werden.
94. Es wurde gezeigt, dass der ganze Himmel einen einzigen Menschen darstellt und ein Mensch im Bilde ist, weshalb er auch der größte oder Großmensch heißt. Es wurde ferner gezeigt, dass infolgedessen die Engelgesellschaften, aus denen der Himmel besteht, geordnet sind wie die Gliedmaßen, Organe und inneren Teile im Menschen. Demnach befinden sich einige im Haupt, einige in der Brust, andere in den Armen oder in deren einzelnen Teilen. Die Gesellschaften nun, die sich in einem gewissen Gliede des Großmenschen befinden, entsprechen dem gleichen Glied im Menschen, so z.B. die im Haupt befindlichen dem Haupt des Menschen, die in der Brust befindlichen der Brust des Menschen, die in den Armen den Armen des Menschen, und so bei den übrigen. Der Mensch besteht überhaupt nur infolge dieser Entsprechung, hat er doch nirgends anders her als aus dem Himmel sein Bestehen.
95. Wie man oben im entsprechenden Abschnitt sieht, ist der Himmel in zwei Reiche unterteilt, von denen das eine das himmlische, das andere das geistige Reich heißt. Das erstere entspricht im allgemeinen dem Herzen und allem, was im ganzen Leib zum Bereich des Herzens gehört. Das letztere entspricht der Lunge und ihrem Bereich im ganzen Körper. Herz und Lunge bilden auch zwei Reiche im Menschen: Das Herz regiert in ihm durch die Arterien und Venen, die Lunge durch die Nerven- und motorischen Fibern, beide in jeder Kraftanstrengung und Bewegung vereint. In der geistigen Welt jedes Menschen, also in seinem geistigen Menschen, gibt es ebenfalls zwei Bereiche. Der eine ist das Reich des Willens, der andere das des Verstandes. Der Wille regiert durch die Neigungen zum Guten, der Verstand durch die Neigungen zum Wahren. Diese Bereiche entsprechen auch den Bereichen des Herzens und der Lunge im Körper. Ebenso ist es im Himmel. Das himmlische Reich besteht im Willens-Prinzip des Himmels, in dem das Gute der Liebe herrscht, und das geistige Reich im Verstandes-Prinzip, in dem das Wahre herrscht. Sie entsprechen den Funktionen des Herzens und der Lunge im Menschen. Diese Entsprechung ist der Grund, dass das Herz im Wort den Willen und auch das Gute der Liebe bezeichnet, das Atemholen der Lunge aber den Verstand und das Wahre des Glaubens. Daher werden auch dem Herzen Neigungen zugeschrieben, obgleich sie weder in ihm sind noch aus ihm hervorgehen.
96. Das Entsprechungs-Verhältnis der beiden Reiche des Himmels zum Herzen und zur Lunge ist das allgemeine Entsprechungs-Verhältnis des Himmels zum Menschen. Weniger allgemein aber ist das zu seinen einzelnen Gliedmaßen, Organen und inneren Teilen, dessen Wesen wir nun auch beschreiben wollen. Die Engel im Großmenschen oder Himmel, die sich im Haupt befinden, sind in besonderer Weise vor anderen in allem Guten: Sie stehen in der Liebe, im Frieden, in der Unschuld, Weisheit, Einsicht und daraus in Freude und Seligkeit. Sie fließen ins Haupt und in all das ein, was beim Menschen zum Haupt gehört, dem sie entsprechen. Die Engel im himmlischen Großmenschen, die sich in der Brust befinden, leben im Guten der Nächstenliebe und des Glaubens und wirken in die Brust des Menschen ein und entsprechen ihr. Jene Engel, die sich in den Lenden und Zeugungsorganen des größten oder himmlischen Menschen befinden, leben in der ehelichen Liebe, die in den Füßen im letzten Guten des Himmels, dem Geistig-Natürlichen; die in den Armen und Händen in der Macht des Wahren aus dem Guten. Die Engel in der Region der Augen befinden sich im Verstand, die in den Ohren im Aufmerken und Gehorsam, und die in der Nase in der Wahr­nehmung; die Engel in der Region des Mundes und der Zunge in der Redefertigkeit, die auf Verstand und Wahrnehmung beruht. In den Nieren sind die Engel, die im sichtenden, ausscheidenden und zurechtweisenden Wahren sind, in der Leber, im Pankreas und in der Milz jene, die all den mannigfachen Säuberungen des Guten und Wahren obliegen – anders wieder bei den übrigen. Sie alle fließen in die ähnlichen Teile des Menschen ein und entsprechen ihnen. Der Einfluss des Himmels geht in die Funktionen und Nutzwirkungen der Glieder ein. Weil die Nutzwirkungen aus der geistigen Welt stammen, nehmen sie durch Dinge, die in der natürlichen Welt sind, Form an, durch die sie wirken. Daher rührt die Entsprechung.
97. Deshalb wird im Wort durch diese Gliedmaßen, Organe und inneren Teile ähnliches bezeichnet. Denn im Wort hat alles seine Bedeutung gemäß den Entsprechungen. Das Haupt bezeichnet daher die Einsicht und Weisheit, die Brust die Nächstenliebe, die Lenden die eheliche Liebe, die Arme und Hände die Macht des Wahren, die Füße das Natürliche, die Augen den Verstand, die Nase die Wahrnehmung, die Ohren den Gehorsam, die Nieren die Reinigung des Wahren usw. So kommt es auch zu bestimmten Redewendungen: Von einem einsichtsvollen und weisen Menschen sagt man: das ist ein Kopf; einen liebevollen nennt man gern einen Busenfreund. Jemandem, der sich durch seine Wahrnehmung aus­zeichnet, sagt man nach, er habe eine scharfe Nase; ein besonders Einsichtiger, sagt man, habe ein scharfes Auge. Ein Mächtiger, heißt es, habe weitreichende Arme, und von einem, der etwas aus Liebe will, meint man, er wolle es von Herzen.
Diese und viele andere Redewendungen des Menschen haben ihren Ursprung in der Entsprechung, stammen sie doch, obgleich der Mensch es nicht weiß, aus der geistigen Welt.
98. Dieses Entsprechungs-Verhältnis aller Dinge des Himmels zu allen Dingen des Menschen ist mir durch vielfältige Erfahrungen gezeigt worden, und zwar so häufig, dass ich davon als von einer ganz augenscheinlichen und unbezweifelbaren Sache völlig überzeugt bin. Alle diese Erfahrungen hier anzuführen, ist nicht nötig, überdies der Menge wegen unmöglich. Man findet sie jedoch in den “Himmlischen Geheimnissen”, wo von den Entsprechungen, den Vorbildungen, vom Einfluss aus der geistigen in die natürliche Welt und von der Verbindung der Seele mit dem Körper gehandelt wird.
99. Doch obwohl nun alle zum Körper des Menschen gehörenden Teile allen Teilen des Himmels entsprechen, ist der Mensch nicht seiner äußeren, sondern seiner inneren Form nach ein Ebenbild des Himmels. Denn die inneren Bereiche des Menschen nehmen den Himmel, seine äußerlichen die Welt auf. In dem Maße also, wie diese innerlichen Bereiche des Menschen den Himmel aufnehmen, ist er im Hinblick auf sie ein Himmel in kleinster Gestalt, nach dem Bilde des Großmenschen. In dem Maße aber, wie seine inneren Regionen den Himmel nicht aufnehmen, ist er auch kein Himmel und kein Abbild des Großmenschen. Dennoch kann das Äußere, das die Welt aufnimmt, in einer mit der Ordnung der Welt übereinstimmenden Gestalt und daher in mancherlei Schönheit sein. Denn die äußere Schönheit des Körpers stammt von den Eltern und von der Bildung im Mutterleib und wird nachher durch den allgemeinen Einfluss aus der Welt erhalten. Aus diesem Grund ist die natürliche Gestalt des Menschen sehr verschieden von der seines geistigen Menschen. Es wurde mir einige Male gezeigt, wie der Geist eines Menschen seiner Gestalt nach beschaffen war, und ich sah, dass er bei einigen, die ein schönes und liebliches Gesicht hatten, hässlich, schwarz und unförmig war, so dass man ihn eher ein Bild der Hölle als ein solches des Himmels nennen würde. In anderen aber, die nicht schön waren, zeigte er sich wohlgestaltet, weiß und engelgleich. Tatsächlich erscheint auch der Geist des Menschen nach dem Tode in der Gestalt, wie sie in seinem Körper verborgen war, der ihn während seines irdischen Lebens bekleidete.
100. Die Entsprechung erstreckt sich aber noch über den Menschen hinaus, gibt es doch auch eine Entsprechung der Himmel untereinander. Dem dritten oder innersten Himmel entspricht der zweite oder mittlere, dem zweiten oder mittleren der erste oder unterste Himmel, und dieser wiederum entspricht den körperlichen Formen im Menschen, also seinen Gliedmaßen, Organen und inneren Teilen. So ist es das Leibliche, in das der Himmel zuletzt ausmündet und auf dem er als auf seiner Grundlage ruht. Doch dieses Geheimnis soll an anderer Stelle vollständiger entfaltet werden.
101. Man muss jedoch vor allem wissen, dass jede Entsprechung mit dem Himmel eine solche mit dem Göttlich-Menschlichen des Herrn ist, denn von ihm stammt der Himmel, und er ist der Himmel, wie dies in den vorhergehenden Abschnitten gezeigt wurde. Flösse nicht das Göttlich-Menschliche in alle Teile des Himmels und gemäß den Entsprechungen in alle Teile der Welt ein, so gäbe es weder Engel noch Menschen. Hieraus ergibt sich wiederum, weshalb der Herr Mensch geworden ist und sein Göttliches mit Menschlichem vom Ersten bis zum Letzten bekleidet hat. Es geschah nämlich, weil das Göttlich-Menschliche, aus dem sich der Himmel vor der Ankunft des Herrn bildete, nicht länger genügte, um alles zu erhalten, weil der Mensch, der die Unterlage des Himmels ist, die Ordnung erschüttert und zerstört hatte. Wesen und Beschaffenheit des Göttlich-Menschlichen, das vor der Ankunft des Herrn bestand, sowie der damalige Zustand des Himmels ist im Anhang zu dem vorhergehenden Abschnitt beschrieben worden.
102. Die Engel sind sehr erstaunt, wenn sie hören, dass es Menschen gibt, die alles der Natur und nichts dem Göttlichen zuschreiben und glauben, dass ihr Leib, der eine Ansammlung so vieler bewundernswerter Einzelheiten des Himmels darstellt, aus der Natur hervorgegangen sei, ja sogar das Vernünftige des Menschen von daher stamme. Und dies, obwohl doch die Menschen durchaus sehen könnten, dass all dies nicht der Natur, sondern dem Göttlichen entstammt und dass die Natur nur erschaffen wurde, um das Geistige zu bekleiden und in entsprechender Weise im Letzten der Ordnung darzustellen. Freilich müssten sie dazu ihren Geist um einiges erheben. Die Engel vergleichen solche Menschen mit Nachteulen, die in der Finsternis und nicht im Licht sehen. <HIHÖ 93-102>

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