Empfangen durch R. T., am 11. Januar 1870
Liebes Kind, dass du voll Eifer bist, das ist wohl schön und billig, was zu übertrieben ist, das gefällt Mir nicht zu sehr; du bist ein wenig ungeduldig, wünschest etwas und kaum hast du es erreicht, verlangst du schon wieder etwas anderes. Hast du nicht für den Augenblick mit dem Erhaltenen genug? Wenn Ich hätte wollen, dass du alles auf einmal bekommst, da hätte Ich alles auf einmal geschickt; darum sei unbesorgt und sei versichert, dass zu seiner Zeit du das andere auch im Besitze haben wirst. Je mehr du dich ängstigest, desto länger wirst du warten müssen, vielleicht dass alles geschieht, um deine Geduld auf die Probe zu stellen. – Was die andere Frage betrifft: zu seiner Zeit werde Ich dich zufrieden stellen! Lebet wohl und zeiget euch mit Liebe, Sanftmut und Geduld würdig eures liebevollsten Vaters!
Amen.
Nachtrag.
Das sei das letzte Mal, dass ihr so gar zudringlich seid! Wenn Ich hätte dir antworten wollen, hätte es nicht Not gehabt, dass du die Frage so schreibest; wenn also Ich Mich ruhig verhalte, so bedeutet das, dass Ich jetzt nicht antworten wollte. Das sei euch gesagt für immer, seid geduldig, ohne zu forschen um das Warum. Amen. Lebet wohl, zeiget, dass ihr Meiner Lehre folget in der Tat, und nicht nur leset.
Amen, Amen, Amen!
NEUOFFENBARUNG