Lukas 13. 32, 33
Empfangen durch Jakob Lorber, am 7. Dezember 1840
32. Und er sprach zu ihnen: „Gehet hin und saget diesem Fuchs: Siehe ich treibe Teufel aus, und mache gesund heute und morgen, und am dritten Tage werde Ich vollendet werden!“
33. „Ja Ich muss heute und morgen und den folgenden Tag wandeln; denn es schickt sich nicht, dass ein Prophet umkomme außerhalb Jerusalem!“
Wird schon wieder etwas gar so Leichtes nicht verstanden? O fraget doch einmal euer Herz, und ihr werdet alsobald den schlauen Fuchs Herodes darinnen herrschsüchtig erblicken, da der zuerst herrschen möchte, „heute“ im Fleische, „morgen“ in der Seele, und „am dritten Tage“ im Geiste; und wird ihm sein das Ärgste zu erfahren, dass ich zuerst richte durch die Kraft Meines Wortes das Fleisch, nachdem Ich durch dasselbe hinausgeschafft alle Unlauterkeit, Bosheit und Geilheit in allen Dingen, – und mache dann fürs Zweite die Seele lebendig, durch Meine Gnade, und mache dann frei den Geist durch Meine Liebe, – und so müsst ihr „heute“ gesichtet werden im Fleische, dass der Fuchs der Eigenliebe es nicht merke, und müsst befreit werden in eurer Seele von all den bösen Kröpfen, die vom Fleisch in sie eingewachsen sind, und „am dritten Tage“ soll der Geist frei werden zur vollen Besitznahme der Seele, und durch diese all des Fleisches, damit dann Raum werde in seinem Herzen für Mich, damit Ich da in diesem Jerusalem und nirgendanderswo – das sich wohl für Mich nicht schicken würde – durch das Werk der Erlösung Mich Selbst vollende im Menschen, damit der Mensch dadurch vollendet werde in sich durch Mich, und werde wiedergeboren durch Meine Vollendung in ihm durch und durch, d.h. heute, morgen und am dritten Tage, oder was dasselbe ist – im Fleische, Seele und Geiste, oder in der Weltlichkeit, Geistlichkeit und in der Liebe, oder in diesem Leben, nach dem Austritt aus dem Leibe, und endlich für und in den Himmel! –
Was hat aber der Mensch mit dem Fuchse zu tun? Das sind lauter Bilder im Gehirne; oder was hat da der bildende Fortgang zu tun mit Herodes? – Denn da gibt es keine ungerichtete Stufe, die da verfehlen möchte ihre Bestimmung, aber erst im Menschen tritt die Freiheit in die Erscheinung, und dadurch die Äußerung des Geistes in der Zeit zur Auferstehung für die Ewigkeit. –
Daher ist Herodes weder ein Fuchs noch irgend ein anderes Tier; aber er will schlau sein wie ein Fuchs, ohne zu bedenken, dass Ich noch schlauer bin, und verstehe gar wohl die Eltern der Höhle aus dem Hause zu locken, und dann Meine Sache zu machen mit deren Töchtern, und sie allesamt zu entführen in Mein Reich, und brauche nachher Niemanden Rechenschaft zu geben, was Ich tue, und kümmere Mich wenig um den Fuchs; denn Ich bin ein Herr, und tue frei, was Ich will!
Siehe, das ist das leichte Verständnis dieser zwei Texte, mache aber auch du mit deinem Fuchse, wie Ich tat mit Herodes, dann wirst du bald Eins werden mit Mir, deinem Herrn und Meister und Vater! Amen. Das sage Ich, dein Herr, dein Meister und dein Vater!
Amen, Amen, Amen.
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