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17. Ein zeitgemässer Lebenswink

Maleachi 4,5. Matth. 17,10.

„Siehe, Ich will euch senden den Propheten Elias, ehe denn da komme der große und schreckliche Tag des Herrn!“

Empfangen durch Jakob Lorber, am 30. Juni 1842

„Bittet, so wird’s euch gegeben, suchet, so werdet ihr’s finden, und klopfet an, so wird’s euch aufgetan!“
Saget Mir, von Wem sind diese tröstenden Worte? Ihr saget, sie sind von Mir. Gut, sage Ich, so aber diese ewig wahren Worte von Mir sind, saget: was hält euch denn ab, sie werktätig zu befolgen, damit es Jedem aus euch ein Leichtes würde, solche wichtigste und daher auch am leichtesten fassliche Stellen aus der Schrift des Lebens zu verstehen? Wisset ihr, was dran schuldet? Ich sage euch und habe euch schon oft gesagt: daran schuldet nichts als eure noch immer törichte Vorstellung von Mir, der zufolge ihr Mich noch immer im unendlich Gewaltigen, Mächtigen, Großen und Überheiligen suchet, statt in der alleinigen sanften Liebe.
Ihr sehet in Mir wohl den Gott, den unendlich Großen, Der da durch Sein Wort erschuf Himmel und Erde; aber den Gott, den lieben Vater, Der es nicht unter Seiner Würde hält, sogar die Flügel einer Pfützenmücke in Bewegung zu setzen, und die Schimmelpflanzen an einer feuchten Brotkrumme zu pflegen, dass sie gedeihen; sehet, dieser Sich so tief herablassende, dieser sanftmütigste, dieser geduldigste und liebevollste Gott und Vater ist noch stets mehr oder weniger fremd eurem Herzen.
Jesum, Der die Sünden auf Seine Schultern lud, Der die Müden und Beladenen zu Sich rief, Jesum, den allein guten Hirten, Ihn, den Gekreuzigten, kennet ihr noch nicht; da euch aber dieser allersanfteste Jesus noch fremd ist in dem, wie und was Er ist, so ist euch auch fremd der große Prophet Elias, und fremd „der große und schreckliche Tag des Herrn.“
Wenn ihr Dinge, die nicht da sind oder euren Sinnen zu entfernt liegen, nicht fasset, so möchtet ihr wohl euch enschuldigend sagen: Herr! Solches zu fassen ist nur Jenen gegeben, die Du dazu berufen hast! Die Schrift des Lebens aber ist ja in euren Händen, mit welch gültiger Entschuldigung könnet ihr da wohl auftreten, so Ich euch frage: Warum verstehet ihr Solches nicht, das ihr doch zu allererst und zu allernächst fassen sollet?
Wer ist hier der Prophet Elias? Nun macht doch einmal die Ohren auf und hört: es ist Meine Liebe, welche jedem Gerichte vorangeht, wie es so eben (in Meinen neuen Kundgaben) bei euch der Fall ist, und bei noch so Manchen anderen Orts; das ist der Elias (und zugleich der Busprediger Johannes, der den Weg bereitet Dem bald wieder kommenden Herrn und Erlöser, als Vater). Wann diese (Meine Liebe) anfängt zu euch zu kommen, so ist der Elias auch schon da; Elias ist somit die Vorstrahlung Meiner Liebe (das Morgenrot des neuen Tages), welche nun ist in ihrer unendlichen Feuerkraft auf dem Wege zu euch, ja in ihrer ganzen unendlichen Fülle.
Wer da ergreift die sanften Strahlen dieses „Elias“, und lässt sich durchglühen von ihnen, der wird auch bestehen in dem kommenden Feuermeere Meiner unendlichen Liebe; wehe aber dem, der sich den Elias nicht wird zu eigen gemacht haben (d. h. der nicht vorbereitet ist, als die unklugen Jungfrauen), wahrlich, er wird nicht bestehen im großen Feuer Meiner Liebe, wenn sie kommen wird in ihrer Fülle über alle Kreatur! (um die seufzende zu erlösen).
Wer da nicht mit dem Elias vermag im feurigen Wagen der Liebe sich zu Mir gen Himmel erhebend im Geiste zu bestehen, wie wird er bestehen im Grunde des Feuers erst dann (in der Gegenwart des Herrn), vor Dem der Wagen des Elias nur ein kleines Fünklein ist?
Sehet das besagt die euch dunkle Stelle, die euch aber dennoch heller als die Sonne um Mittage sein sollte! Verstehet nun solches wohl, und achtet des Elias, der sich nun unter euch befindet, damit ihr von Meinem großen kommenden Feuer des Ernstes der göttlichen Liebe, die dann das Verheißene, Ihr Reich auf Erden einzurichten, mit Meiner Wiederkehr erfüllen wird, nicht vernichtet werdet; solches verstehet wohl!
Amen!

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