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29. Grund der Natur– und anderen Ereignisse

Empfangen vom Herrn durch Th. B., am 3. Advent 1881

Liebe Kinder! Meine Jünger wussten aus vielen Meiner Worte, dass eine Zukunft kommen werde, wo eine allgemeine große Trübsal Meiner Aufnahme (bei Meiner Wiederkunft) vorher Bahn brechen solle; (auch der Landwirt kann nicht eher seinen Weizen aussäen, bis er nicht zuvor das Feld mit dem Pfluge bearbeitet, also den Boden umgewendet und aufgeschlossen hat. D. Hsg.) sie glaubten, nur dadurch sei es möglich, der großen Sittenlosigkeit ein Ende zu machen; denn auch sie hatten noch zu wenig richtige Begriffe von Meiner Weltregierung, welche nicht vernichten will, sondern retten, und zwar durch Liebe!
Darum ist auch heutzutage der Irrtum und die falsche Auffassung von Meinem zweiten Kommen noch so hinderlich an dem wahren Begriffe Meines Erscheinens, und leider sind die Menschen nun noch viel verstockter, um Meine Einwirkung bei oft schweren Naturereignissen und Zulassung von Unglücksfällen richtig zu erkennen.
Durch ihre menschliche Aufgeklärtheit und einseitige Naturwissenschaft sind sie stets bereit, Beweise zu liefern mit Naturgesetzen (d.h. solche Vorkommnisse auf die bloße Wirkung von Naturgesetzen zurückzuführen), – und doch, wie viele Fragen könnten diesen „Aufgeklärten“ gestellt werden, wo sie nicht eine Einzige richtig zu beantworten fähig sind.
Ebenso bestreiten sie Mein Wesen, wie es ist und wie Ich es jetzt wieder den Menschen direkt offenbare; sie streiten aber darüber nicht wegen Meiner, sondern wegen sich selbst, weil sie sonst ihren Lebenswandel ändern müssten; denn es gibt nur zwei Wege: entweder Mich anerkennen und Mir folgen, wenn man glücklich und selig werden und als ein Kind von Mir Anspruch als Erbe machen will oder Mich verleugnen, was nun durch Wort und Tat fast bei den meisten Menschen geschieht; darum sie nun selbst nicht mehr wissen, was für Geschöpfe sie eigentlich sind, und also nichts wissen von der hohen Aufgabe, ihr eigentliches Ich für den Himmel auszubilden.
Dieses ist der Standpunkt der jetzigen Menschheit im Allgemeinen; darum muss Ich jetzt bald da, bald dort Mich mehr bemerklich machen durch Ereignisse, wovor eure Hochweisen sogar verstummen und nicht Rat wissen, weder den Anfang noch das Ende solcher Vorkommnisse und Kalamitäten zu hindern (Seestürme, Erdbeben, Wassers- und Feuers-Not, revolutionäre Winde, Geschäftskrache, ec. D. Hsg.)
Sie gleichen den Zauberern Egyptens (gegenüber dem Moses), die da sprachen: „Das ist Gottes Finger!“ – (wie auch in den Erscheinungen des Spiritismus sogar die feinsten Bosco’s und Taschenspieler bekennen, dass sie dem gegenüber völlig ohnmächtig und nichtswissend sind. D. Hsg.) Diese erkannten doch dabei ihre eigene Ohnmacht; aber jetzt, was über die Berechnung solcher Hochweisen hinausgeht, das verleugnen sie als existenzmöglich; und weil dieselben es zu bunt machen, so nimmt das niedere Volk Ärgernis fällt in Missachtung aller religiösen Ansichten und entfremdet sich ebenso von Mir.
Ich muss deshalb geistig entgegenwirken durch Seelen, die vor der Welt arm und gering sind und das (Wissensdünkel-)Gift der Gelehrten nicht kennen, sondern dem Drang folgen, in Mir den Vater zu glauben, Der sie leitet und im Herzen beratet.
Sehet, solche Seelen erziehe Ich Mir Selbst zu Meinem Reichsplane und pflanze sie an solche Orte, wo die große Welt in ihrem prahlerischen Weisheitsdünkel es für zu gering achtet, ihr Augenmerk darauf zu richten. Aber Solche, die gerne wandeln im Tale der Demut, werden bald zu ihnen gelangen und sich mit ihnen freuen, dass sie eine Bethlehemshöhle entdeckt haben, wie einst der reiche Römer Cornelius sein Amt und seine Würde vergaß ob des lieben Jesu willen.
Wer kann solche Wonne im Herzen, solche Gefühle der Seligkeit durchs Geld sich erkaufen oder einem Andern schenken, wenn nicht Ich mit im Bunde bin? Sehet, Viele kennen solche Gefühle gar nicht, darum schätzen sie selbe auch nicht; Solchen wird aber durch Gegensätze klar gemacht, dass sie ohne Mich eine Null sind, und diese Gegensätze bestehen in allerlei Leiden, Krankheiten, Unglücksfällen ec., oft für einzelne Seelen, oft für die Mehrheit, und ist solches ein Akt der Erbarmung Meiner Liebe, um sie zur Annahme der Seligkeit fähig zu machen.
Solche Zeichen werden auch nun geschehen, um die Menschen wieder anf’s Neue zu Mir zu ziehen. Darum haltet stets fester an dem Glauben, dass nur Liebe die Welt regiert und nur Liebe auch euch leitet.
Wenn also Obiges geschieht, so wisset, dass Ich einen Besuch bei Meinen Kindern mache und eine vornehmliche Sprache mit ihnen reden will.
Euer Jesus.
Amen!
NB. Ganz eigentümliche „Kennzeichen unserer Zeit“ sind auch Erscheinungen, wie die des Prof. Friedr. Nietzsche, welcher in seiner Philosophie als logischer „Epikuräer“ soweit kam, dass er behauptete, die Welt sei eigentlich nur für einige wenige Ausgewählte vorhanden, die sie zu genießen verstünden, und dazu gehöre seltene physische und Willenskraft; um dieses zu erreichen, müsse man streben, den jetzigen Menschen, der vom Untermenschen sich heraufarbeitete, nun zum „Übermenschen“ zu entwickeln, welcher eben kraft seines Willens, der seinem Egoismus dient, den Anderen „über“ ist, und sie sich dienstbar macht, und Alle und Alles was hinderlich ist, beseitigt, insbesondere Schwächlinge, aber auch alle die den wenigen Auserwählten zur Last sind, verschwinden macht, u.s.w. Solche Hoch-Giftblüten des Antichrist treibt unsere Zeit; aber der rechte Meister aller Menschen-Geister weiß auch da Sein „bis hierher und nicht weiter“ zu sprechen: der Erdenker des „Übermenschen“ ist schon geistig tot, indem er in Wahnsinn verfiel. –
Gott lässt Seiner nicht spotten! dies zeigte auch die Geschichte der „Über-Evangelisten“, Dr. Schmit und Artopé, welche behaupteten, sowohl Jesus als dir Apostel hätten nie gelebt, sondern seien nur Figuren für die evangelischen Ideen und Lehren, u.s.w., auch solche überspiritualisierende Irrlehrer kann der Herr nur kurz dulden, so endeten auch diese schnell, ehe sie noch mehr blinde Mitmenschen irreführen konnten.
Der heilige Vater aber erbarme Sich so wie unser Aller, besonders Solcher, denn um der Verirrten willen ist Er ja der gute Hirte und Seelenheiland geworden; wohl dem, der Ihn als solchen
aufnimmt, denn nur in Jesu ist All-Heil! D. Hsg.

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