II. Die beste Gesellschaft
Empfangen durch J. L. B. (Th. B.), am 10. Mai 1885
„Gleich aber, wie es zur Zeit Noah’s war, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Denn gleich wie sie waren in den Tagen der Sündflut: sie aßen, sie tranken, sie freiten und ließen sich freien, bis an den Tag, da Noah zur Arche einging; und sie achteten es nicht, bis die Sündflut kam und nahm sie Alle dahin; also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes!“
Matth. 24, 37–39.
Liebe Kinder! In der Zeit, in welcher ihr lebet, gibt es gar viele Seelen, die sich auf Mein zweites Kommen freuen; weil sie die Versunkenheit der Menschen erkennen, und fühlen, dass auch ihnen der Kampf durch solche materielle-gesinnte Menschen immer noch vergrößert wird, obgleich sie geistig zu streben sich bemühen.
Das Beispiel, der Verkehr mit solch gottlosen Menschen hemmt sie in ihrem Fortschritte, besonders aber solche Seelen, die erst zur Erkenntnis zu gelangen angefangen haben, die Wahrheit zu suchen.
Es ist darum für Solche sehr nötig, dass sie den Verkehr mit weltlich-gesinnten Menschen soviel als möglich umgehen, was weniger im Berufe als im gesellschaftlichen Umgange geschehen kann.
Eine Seele, die sich immer mehr zu vergeistigen sucht, muss alle Minuten ihrer Zeit wohl einteilen, damit sie für ihre geistigen Betrachtungen mehr verwenden kann, als für ihr Außenleben und ihre materielle Handtierung; so nur ist es möglich, dass dieselbe nach und nach sich der geistigen Richtung gemäß äußert, und dadurch ein Zeugnis für den inneren Wert gibt.
Darum ist es von großem Segen für geistige strebsame Seelen, dass sie sich öfters zurückziehen von den Welt-Menschen und die Einsamkeit oder Gleichgesinnte aufsuchen, um so mit Mir Selbst reden zu können (in kindlich demütiger Liebe).
Ich gab deshalb die Verheißung: „Wo zwei oder drei in Meinem Namen beisammen sind, da bin Ich unter ihnen!“
Solche Seelen dürfen nicht warten auf Mein zweites Kommen; denn Mein geistiges Erscheinen oder Nahesein ist erfüllt an denselben, sie fühlen sich beseligt im Verkehre mit Mir und wünschen keine äußeren Zeichen.
Gleichwie Noah auf Meine Stimme achtete zu der Zeit, da die Menschen ganz abtrünnig von Mir nur noch den äußeren sinnlichen Genüssen frönten, so ist es wiederum in der Jetztzeit, und Ich werde abermals eine Arche zurichten lassen für Meine Kinder, auf dass sie vor der Sündflut bewahrt bleiben und nicht dem geistigen Tode ausgesetzt sind.
Wohl Solchen, die die Zeichen der Zeit erkennen, und auf ihre Rettung bedacht sind!
Darum, auch ihr liebe Kinder, ziehet euch immer mehr zurück aus dem weltlich-gesinnten Gesellschaftsleben und dessen (schalen) Vergnügungen; – erkauft die Zeit, auf dass ihr dieselbe verwenden könnt mitzuarbeiten an dem Bau der Arche, damit noch recht viele Menschen Untergange gerettet werden!
Amen! Euer Vater.
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