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Anarchie und Not

Empfangen durch Jakob Lorber, Graz, am 8. September 1843.

O Herr? Was wäre das einfachste, sicherste und kürzeste Mittel, der Anarchie (in Spanien) und der Not, (in Irland) abzuhelfen?
Das sicherste und wirksamste Mittel bin Ich, der Herr des Himmels, aller Welten, aller Völker und Fürstentümer! Wenn die Völker Spaniens und Irlands (jetzt ist in dieser Hinsicht alles spanisch und irländisch) Mich ergreifen werden, dann wird Friede und Ruhe in ihren Landen sein. So lange das aber nicht der Fall sein wird, soll der Zankapfel von ihren Banden nicht genommen werden. Alle noch so feine politische Mittel sollen fruchtlos sein, sie mögen Junten über Junten und Repeal-Versammlungen über und über halten, und es soll ihnen dennoch wenig oder nichts helfen; denn Ich allein bin der Herr, und tue nach Meinem Plane, was Ich will. Meinst du denn, dass Meine Pläne von ein paar Jahren abhängen? O sieh, vor Mir sind 1000 Jahre wie Ein Tag, und ein leiblich Unglück der Völker, welches sie wach hält, ist besser, als eine glückliche Nacht, in der es kaum Jemand der Mühe wert hält, an Mich zu denken, und im Herzen zu glauben, dass da Alles von Mir abhängt, und Ich auch ein stets wachender Herr bin aller Völker und Herren der Welt!
Meinst du aber etwa: man solle diesen Menschen gute Bücher und geistig geweckte Menschen zukommen lassen, auf dass sie die Wahrheit erschauen möchten! O siehe! An diesen Mitteln habe Ich es noch nie in einem Lande fehlen lassen; wenn aber der Acker ein durchaus schlechter Grund ist, und ist voll Unkrautes, wird da das Weizenkorn wohl aufgehen und eine Frucht bringen? Ja, es werden wohl einzelne Halme aufschießen; aber sie werden wenig beachtet, da ihr Dasein von keinem gemeinsamem Nutzen ist. Wenn aber das Unkraut auf dem schlechten Acker abgemäht wird, wird äußerlich auf die wenigen einzelnen Halme keine Rücksicht genommen; es müssten nur gar schöne und samenreiche darunter sein, welche da der Herr des Ackers durch Seine Knechte sammeln ließe wegen des guten Kornes; denn so ein Halm gute Frucht bringt auf schlechtem Grunde, wird er noch eine bessere tragen in fetter unkrautloser Erde. Aber die schlechten Gründe müssen aufgebrachet werden, durchstochen und durchwühlt das Land, damit alles Unkraut verderbe; alsdann erst wird der Acker mit der Zeit fähig werden, einen guten Samen fruchtbringend in sich aufzunehmen. Also werden nun auch die von dir erwähnten Länder aufgewühlt und in die Brache gelegt, damit sie in der rechten Zeit fruchttragend werden mögen.
Verstehst du Solches? Ja Ich sage dir also muss es geschehen; denn nun ist die Zeit gekommen, wo Ich das Unkraut verderben und die Länder nach der Reihe brach legen lasse. Jemehr des Unkrautes, desto eher soll diese Arbeit vor sich gehen; auch deinem Lande steht ein gleiches Loos bevor. Da will Ich alle Lauen aus Meinem Munde speien, und alles Unkraut bis in den Grund vernichten im Feuer Meines Grimmes. Amen! Das sage Ich der Herr.
Amen, Amen, Amen!

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