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5.Mose 4,1-2 / Offb.22,18-19 – Vom Hinzufügen oder Hinwegnehmen

Vom Hinzufügen oder Hinwegnehmen – Mahnung an Bibellehrer
Nun möchte ich noch zwei Stellen in der Bibel beleuchten, die vielfach unrichtig aufgefasst und gedeutet werden, und die moderne Bibellehrer immer als Totschlagargument gegen jede Neuoffenbarung gebrauchen, jedoch ohne Wissen um deren wahre Bedeutung.

Erste Bibelstelle:

(5. Moses 4, 1-2)
„Und höre, Israel, die Gebote und Rechte, die Ich euch lehre (sind dafür gegeben worden), dass ihr sie tun sollt, auf dass ihr lebt, und hineinkommt, und das Land (der Verheißung) einnehmt, das euch der Herr, eurer Väter Gott, gibt.
Ihr sollt (zu den zehn Geboten und göttlichen Lehren) nichts dazu tun, das Ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon tun; auf dass ihr bewahren möget die Gebote des Herrn, eures Gottes, die Ich euch gebiete.“

Was wollte Moses in diesen zwei Versen Geistiges sagen? Wenn man sie genau liest und über den Sinn des Gebotes nachdenkt, dann muss einleuchten, dass es sich hier um nichts anderes handelt, als um die Erfüllung der zehn Gebote, und dass der Mensch im Geist der Liebe zu Gott und zu dem Nächsten leben soll, damit er das Land der Verheißung einnimmt, welches ist der Himmel im Herzen, den Gott für den Menschen vorbereitet hat.
Der zweite Vers sagt aus, dass Menschen zu den zehn Geboten nichts dazu tun und auch nichts wegnehmen sollen. Das heißt doch klar, dass man die zehn Gebote nicht nach eigenem Gutdünken falsch auslegen und deren Sinn verändern, sondern strikt erfüllen soll!
Nun aber haben die Menschen weltweit im Laufe der Jahr-hunderte (und auch in heutiger Zeit), recht viel dazugetan und recht viel weggenommen und stehen als sehr arge Übertreter gegen die zehn Gebote da. Wie JESUS aber einst zu den Pharisäern sagte: „Wer sich rein fühlt, der soll den ersten Stein gegen die Ehebrecherin werfen“, so darf man heute fragen: „Wer sich rein fühlt von der Übertretung der zehn Gebote, der soll öffentlich seinen Namen vor der Welt nennen, damit die Welt den göttlichen Helden kennt, der so rein wandelt, wie Gott in CHRISTUS wandelte!“
Solches nämlich bedeutet das „nichts dazu und nichts davon tun“ im geistigen Sinne, und das betrifft einen jeden Menschen, weil ein jeder genau dies immer wieder an den 10 Geboten tut und immer wieder aufs Neue aus der Liebe tritt…
Im materiellen Sinne bedeutet es aber, dass man das Gesetz bis ins Kleinste erfüllen soll wie es gegeben worden ist, und wie JESUS es uns in der Schrift des neuen Testaments klar auseinander gesetzt hat.
Wenn wir unser Leben einmal genauer betrachten, so werden wir feststellen, dass wir alle unter der Anklage der Übertretung stehen, weil wir sehr viel zu Gottes zehn Geboten hinzugefügt und auch sehr viel davon weggenommen haben:
Hinzugefügt haben wir, indem wir uns erlauben so viele Sünden zu begehen, die dort verboten sind und wir uns völlig sorgenlos in der Welt bewegen, als wären wir frei von Sünde. Der Atheist kann sich vermeintlich frei fühlen wegen seines Unglaubens, und der Theist, namentlich die modernen protestantischen Christen, wegen der falsch gelehrten Rechtfertigung vor Gott durch CHRISTUS (siehe das Kapitel „Die Rechtfertigungslehre“), da irrig behauptet wird, JESUS habe, für den der an Ihn glaubt, alle Sünden mit ans Kreuz genommen, auch (und das ist die Irrlehre) alle künftig begangenen.
Weggenommen hat sie der moderne Mensch, weil er die zehn Gebote nicht mehr berücksichtigt um sie zu erfüllen. Die Menschen haben sie größtenteils weg getan, indem sie materiell und in Sünde (d.h. außerhalb der göttlichen Ordnung) leben, was überall auf Erden gegen die göttlichen Gebote verstößt.

Und dies ist der Sinn des Verbotes Mosis im fünften Buch, viertes Kapitel, erster und zweiter Vers.

Nachdem wir nun also Moses seinem Grundsinn gemäß erfasst haben, werfen wir einen Blick auf die Gebote des Neuen Testaments und lesen dort, was JESUS durch Seine Apostel verbietet:

(Matthäus 5,17-20)
17 „Ihr sollt nicht wähnen, dass Ich kommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; Ich bin nicht kommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
18 Denn wahrlich, Ich sage euch: Eher würde Himmel und Erde vergehen, als dass der kleinste Buchstabe oder der mindeste Punkt vom Gesetze verginge, bis alles geschieht.
19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute anders, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
20 Denn Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser als die der Schriftgelehrten und Pharisäer wird, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“

Der erste Vers sagt aus, dass JESUS als Messias nicht gekommen ist, das Gesetz, durch Moses gegeben, aufzuheben, sondern es zu erfüllen. Denn alle Lehren, die der Herr gab, und die man in kleinsten Auszügen im Neuen Testament, oder aber im tatsächlichen Wortlaut und Zusammenhang nach dem Originalgeschehen in der Neuoffenbarung (empfangen von Jakob Lorber in den Jahren1840 bis 1865) lesen kann, sind nichts als Detail-Erklärung der zehn Gebote.
Der zweite Vers besagt, dass eher Himmel und Erde vergehen werden, bevor der kleinste Punkt von Gottes Gesetz vergeht, denn es muss alles zuvor erfüllt werden, bevor eine Änderung eintritt. Dasselbe berichtet auch der Evangelist Lukas:

(Lukas 16,17)
„Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, denn dass ein Tüttel vom Gesetze falle.“ 

Und auch:

(Matthäus 24,35 / Markus 13,31 / Lukas 21,33)
„Himmel und Erde werden vergehen, aber Meine Worte werden nicht vergehen.“

Diese Stellen aus den Evangelien sagen uns, wie ernst Gott Sein Gesetz durch Moses gegeben hat und wie ernst Er darauf besteht, dass es erfüllt werden soll.

Der dritte Vers gebietet uns, die Gebote so zu erfassen, zu lehren und zu erfüllen, wie der Herr sie gegeben hat! Allerdings, Gottes Gebote waren bisher schwer zu verstehen, weil sie sehr kurz und geistig gegeben sind, da sie die Evangelisten im Sinne der geistig Geweckten, die sie durch das prophetische innere Wort  (2.Petr.1,19 / Gal.1,11.12) erklären können, (Lies 1.Kor.14) niedergeschrieben haben.
Dieser Vers wendet sich gegen alle diejenigen, welche bisher die Bibel nach ihrer Verstandesweisheit erklärt haben, ohne dazu das prophetische innere Wort, oder die Feuertaufe des Geistes zu besitzen. Alle diese stehen unter dem Gesetz als Fälscher und Verdreher des Grundsinns des neuen und alten Testaments…
daher stimmt die Auffassung der Bibelworte nach deren Erklärung mit der Wahrheit heute nicht mehr überein!… und weil es nicht nach deren Sinn, nach ihrer falschen Aufklärung stimmt, berufen sie sich auf die von ihnen missverstandenen Bibelverse und heißen den Gott und Vater JESUS einen Ketzer, Schwindler, Betrüger, Gotteslästerer und Irrlehrer, wenn Er Sich heute durch Seine Schreibmedien überaus ausführlich neu offenbart in Seiner Wiederkunft im Wort; denn sie werden doch wohl nicht behaupten wollen, dass die Propheten, Apostel und Evangelisten auch JESUS Selbst darunter meinten, als sie von hinzutun, wegnehmen und anders lehren sprachen!?…
Solches ging einzig und allein bloß die an, welche seit den Zeiten der Apostel, bis heute, die Bibel falsch auffassen, falsch erklären und falsche Lehren predigen… JESUS als Gott kann unmöglich darunter verstanden werden!
Daher: Wer die Neuoffenbarung mit dieser Begründung ablehnt, der lehnt Gott Selbst ab, und er hat es sich selbst zuzuschreiben, dass ihm der Geist verschlossen bleibt und sich die Verheißungen des Herrn an ihm nicht können erfüllen!
Hier passt der Vers 20 ganz genau auf solche Frevler gegen Gott, die in ihrer Geistesfinsternis nicht mehr den Namen Gott oder CHRISTUS – Der in Seiner Neuoffenbarung in der ersten Person „Ich“ spricht – von einem Menschen unterscheiden können, der in Demut und Liebe dem Herrn dient und tut, was JESUS ihm ins Herz legte oder in die Feder diktierte.
Wenn solcher Menschen Gerechtigkeit und Vorgehen nicht besser wird, so werden sie das Schicksal der Pharisäer und Schriftgelehrten teilen, welche auch die Schrift verdrehten, wie die oben beschriebenen Gläubigen und deren Bibellehrer und Prediger es heute tun… Etwas anderes ist’s, wenn es aus Unwissenheit geschieht, diese aber tun es wissentlich, denn JESU Worte sind klar und deutlich, und es berührt deren Widerspruch schon die größte Sünde: Das Widersprechen gegen den heiligen Geist der Wahrheit…!
Als der Herr das sterbliche Kleid eines Menschen trug, sagten die Pharisäer, dass JESUS mit Hilfe des Belzebub, des Obersten der Teufel, die Teufel austreibe und Wunder wirke… heute erlauben sich die Buchstabenchristen, Seine Schreiber, durch die JESUS wirkt und uns Lehrt, zu Teufeln der Hölle abzustempeln, da man sie als falsche Propheten bezeichnet, die sich erfrechen, durch Missbrauch des göttlichen Namens JESU, ein falsches Prophetentum zu predigen, indem man Bibelzitate gegen sie anführt, welche aber alle gegen ihr eigenes falsches Prophetentum gerichtet sind!

Nun schreibt aber Johannes sehr deutlich, dass überaus vieles in der Bibel von JESU Lehren bislang unerwähnt geblieben ist, weil die Reife der Menschen für diese noch nicht gekommen war. Seine Worte lauten:

(Johannes 21,25)
„Es sind auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; so sie  aber sollten eines nach dem anderen geschrieben werden, achte Ich, die Welt würde die Bücher nicht begreifen, die zu beschreiben wären.“

Dieser Vers klärt darüber auf, dass JESUS zu den Aposteln und geistig fortgeschritteneren Menschen noch ganz etwas anderes sprach, als was man im Neuen Testament findet. Es steht aber nicht dabei, dass es Ihm verboten sei, je im Laufe der Zeiten das den Aposteln, Jüngern und den damals Ihm Zuhörenden Geoffenbarte, auch Seinen späteren Kindern zu offenbaren und noch vieles darüber hinaus, wenn sie geistig reifer sein werden, als es damals die große Masse des Volkes war.
Die Lehren, die JESUS damals gab und die Wunder, die Er wirkte, und die nur erwähnt, aber nicht im neuen Testament aufgezeichnet sind…

(Johannes 20,30)
„Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind“ (des Evangeliums im Neuen Testament)

…dieses findet man in dem großen Evangelium, das JESUS durch Jakob Lorber schreiben ließ, weil die jetzige Menschheit geistig höher steht, als sie zu Seinen irdischen Lebzeiten stand.
Dass manche diese Lehren des Großen Evangeliums für Ketzerei, falsches Prophetentum, Betrug, Schwindel, Spiritismus, Gottes-lästerung, Geisteskrankheit, Besessenheit usw. halten, beweist deutlich genug, dass sie noch nicht soweit geistig fortgeschritten sind, um diese Speise verdauen zu können, weil sie die Wahrheit von der Lüge nicht unterscheiden können, da sie die Wahrheit für Lüge und die Lüge für Wahrheit halten, und gegen die Wahrheit entschieden Opposition machen, weil sie die göttlichen Aufklärungen verwerfen und die falschen, von Seiten ihrer Bibellehrer, für richtig halten. (Ganz zu schweigen von jenen Frevlern, die dies Gotteswort ungeprüft in den Müll befördern…)

Jetzt aber wollen wir Paulus anhören, was er spricht in Bezug auf die falschen Lehren. Er sagt:

(Galater 1, 6-8)
„Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, auf ein anderes Evangelium; so doch kein anderes ist; außer, dass etliche, die euch verwirren, und wollen das Evangelium Christi verkehren. Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde das Evangelium anders predigen, als so wie wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht.“

Wir wollen zuerst den sechsten Vers betrachten, in dem Paulus die Galater tadelt, dass sie sich so bald abwenden lassen von dem echten Evangelium JESU CHRISTI auf ein anderes, das irgend ein falscher Prophet verkündete. Diese Rüge, auf die jetzige Zeit angewendet, beleuchtet die Tatsache, dass man auf die Lehren der falschen Auslegung der Heiligen Schrift – die von Bibellehrern stammt, die weder durch die Feuertaufe des heiligen Geistes, noch durch die Gabe der Auslegung derselben begnadigt und eingeweiht wurden – volles Vertrauen entgegenbringt, während man die unmittelbar von Oben Stammende für falsches Prophetentum hält und nachdrücklich bekämpft!…
Wenn nur ein wenig geistiges Licht in den Herzen solcher Widersacher wäre, so könnte unmöglich das papageimäßig eingebläute Falsche und Widersprechende als Wahrheit angesehen werden! Aber leider: Das sind eben die Toten im Geiste, (Mt.8,22 / Luk.9,60) denen das Papageientum imponiert… Gottes Wahrheit aber viel zu hoch steht, um ihr hohes Licht vertragen und sich in ihren heiligen Strahlen der Liebe sonnen zu können!
Ja wahrlich, es gibt kein anderes Evangelium als das, welches JESUS Selber lehrte und es ist auch keine andere Auslegung desselben richtig als die, welche Er Selbst durch von Ihm Berufene gibt. Alles andere Auslegen ist unzuverlässig, weil es vielfach verworren und verkehrt ist!

Zweite Bibelstelle:

(Offenbarung des Johannes 22, 18-19)
„Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches (Offenbarung) hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht, und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.“

Das "Hinzufügen oder Hinwegnehmen" aus der Schrift bezieht sich hier allein auf die Offenbarung (Weissagung) des Johannes (dieses Buches), an deren Ende diese Ermahnung steht. Diese Offenbarung ist ein einziges, riesiges, in Bildern geschildertes Entsprechungswerk geistiger Geschehnisse. Wer die Bilder verändert (den Buchstaben), der wird nicht mehr zum im Buchstaben ruhenden Geist vordringen können, und er bleibt in geistiger Dunkelheit über den wahren Sinn der Worte, und er kann somit keinen ewigen Nährwert für seine Seele mehr daraus schöpfen… nichts anderes ist damit gemeint.
Ein Beispiel: In neuen Bibelübersetzungen steht in der Offenbarung des Johannes für das Wort "Hurerei" das Wort "Sexuelle Ausschweifung". Hurerei in der geistigen Entsprechung bedeutet aber nichts Körperliches, sondern: Mit der Liebe Gottes (dem Göttlich-Geistigen im Menschen) Unzucht treiben, Sie also für Zwecke der puren Eigenliebe zu missbrauchen und sich dadurch die Trennung von Gott selbst zu bereiten. „Hurerei“ ist die Verwerfung des Göttlichen im Menschen, es ist die Sünde wider den Heiligen Geist. Sexuelle Ausschweifung ist bloß ein Akt der fleischlichen Begierde, der nur dann zustande kommt, wenn der Mensch ohnehin geistig tot ist.
Wir müssen lernen, in der Gnade zu leben und diese auch anzunehmen!

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