732. Der Dank
Mein Kind, du willst Mir für die Erlösung am Kreuzesholz danken. Weg und Dank kann da nur in Einheit stehen, denn wer Mich liebt und Mir danken will, der nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir nach. Wer erkennt, daß Ich ihm den Weg freigekämpft habe, um zu Mir zurückzukehren und damit die Wiedergeburt in den göttlichen Zustand zurückzugewinnen, der kann es doch nicht unterlassen, den Weg anzutreten und zu gehen, um ins Ziel zu kommen. Daher: an ihren Früchten = Taten kann Ich sie – und könnt ihr sie (die Mitmenschen) – erkennen, ob sie Mich wahrhaft lieben und den Weg gehen und das Ziel erreichen. Und dies ist ein wahrhaftiger Dank, denn welch größere Freude könnt ihr Mir wohl machen, als nach Hause in Meine Arme zurückzukehren. Daher siehe, Mein Kind, vereinen sich alle Meine Geisterscharen zum Osterjubel alljährlich, indem sie sich einig sind im höchsten Glück, zu Mir heimzukehren, da der Weg zu Mir ja frei ist. Was der Mensch als sein Lebensziel hier auf Erden erreichen will, ist ja ganz in seine Wahl und seine Hände gelegt. Wer ein berühmter Sportler oder Musiker werden will, wird alles daran setzen, dies zu erreichen, und jeder Außenstehende wird dies an ihm erkennen durch die Trainingsstunden, die er verwendet, um täglich seinem Ziel näher zu kommen.
Wenn der Mensch nun aber erkennt, daß er sich nur ein niederes Lebensziel gesteckt hat und er das höchste Ziel, das es zu erreichen gilt, außer Acht gelassen hat, muß er dann in seinem eigenen Interesse nicht alles Bisherige hinwerfen und das höchste Gut ergreifen, und von nun an alles daran setzen, unaufhörlich den höchsten Preis zu erringen? Welche Entschuldigung sollte ihn davon abhalten? Alter, Familie, Beruf, Haus, Bequemlichkeit oder anderes mehr? Ich sagte doch: "Wer Mein Reich, das nicht von dieser Welt ist, ergreift und gewinnen will, dem werde Ich alles andere hinzugeben". Daher schadet sich der träge, untätige Mensch nur selbst, wenn er nicht entschieden genug – in wahrer Buße – umkehrt, alles verläßt, – die Treber bei den Säuen – und sich heimmacht zum Vater und wieder einkehrt in Seine Glückseligkeit.
So sehet, Meine Kinder, ist der Weg, die Tat, auch gleichzeitig der höchstmögliche Dank, denn was könntet ihr Mir schenken, das Ich nicht schon besäße, und schöne Worte des Dankes bringen euch Mir nicht einen Schritt näher. Daher sei euer Motto für dieses Osterfest und von nun an auf ewig: "Näher, Mein Gott, Tag für Tag näher zu Dir". Im Himmel ist ja die Freude über ein Kind, das Buße tut und heimkehrt größer, als die Freude über 99 Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. Welche Seligkeit herrscht zwischen Vater und Kind, wenn sie sich in ihrer Herzensliebe wiedergefunden haben. So vermehret den Osterjubel, Meine Kinder, nicht durch Worte, sondern durch Taten.
Amen
FG. – Ostersamstag, 23.4.11, 13.30-15.10 Uhr
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