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Herr und Knecht – Vater und Kind

665.  Herr und Knecht  – Vater und Kind 

„Siehe, ich bin eine Magd des Herrn, mir geschehe nach Seinem Wort"
Maria nannte sich Mir gegenüber eine Magd. Sie war in großer Gottesfurcht erzogen, stand unter dem Gesetz, durch Moses gegeben und war Mir gehorsam, als der Engel ihr Meinen Willen kundgab. Gehorsam den Geboten Gottes gegenüber beherrschten die gerechten Menschen Meines auserwählten Volkes vor Meiner Herabkunft auf diese Erde. Die anerzogene Haltung dem Gotte Jehova gegenüber war ein Verhältnis wie zwischen einem Herrn und seinem Knecht. Ein Knecht und eine Magd stehen im Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Herrn, erhalten seine Anweisungen und Tagesbefehle, führen das Angeordnete mehr oder weniger gut aus und erhalten hierfür ihren Lohn. Zwischen beiden aber besteht eine distanzierende Kluft einer Rangordnung. Dem Knecht (Magd) geht es darum, seinen Herrn zufrieden zu stellen, um den gerechten Lohn zu erhalten, der das irdische Leben materiell absichert. Dem Herrn geht es um eine gute Dienerschaft, die ihm hilft, sein Hab und Gut zu erhalten oder gar zu vermehren. Zwischen Herrn und Knecht besteht ein Achtungsverhältnis, selten ein Freundschaftsverhältnis aufgrund langjähriger treuer Dienste für den Herrn.

Ganz anders ist das Kindschaftsverhältnis zwischen dem Kind und seinem Vater. Das Kind verhält sich seinem Vater gegenüber frei und unbeschwert in einer Familie, die in Liebe geordnet zueinander steht, also intakt ist. Der Vater wendet dem Kind seine Liebe zu und das Kind beantwortet diese mit unbefangener Zuwendung. Das Kind nimmt sich vom Vater alles, wessen es bedarf, und der Vater überhäuft sein Kind mit liebevoller Zuwendung. Auch wenn mit zunehmendem Alter des Kindes die Unbeschwertheit des Verhältnisses verloren geht, und das Kind seine eigenen Wege gehen will, losgelöst vom Vater, bleibt das Verhältnis dennoch ein Vater-­Kind-Verhältnis und unterscheidet sich immer von einem Herrn-Knecht-Verhältnis. Ich aber kam herab aus Meinen Himmeln zu Meinen Kindern, als ihr Vater und wollte nichts sehnlichster, als daß sie Mich als ihren liebevollen Vater erkennen und sich um Mich scharen und Meine Liebe Mir erwidern. Vater Meiner Kinder bin Ich und bleibe Ich und war Ich immer. Doch wie Meine Kinder sich zu Mir verhalten, ist von vielen unterschiedlichen Faktoren der Erziehung, des Religionsverständnisses u.a. abhängig. Auch wenn Meine Kinder Mich als ihren Vater nicht anerkennen, bin und bleibe Ich dennoch ihr Vater, denn sie sind von Mir gezeugt und von Mir ausgegangen in die Welt, um eigenständig und selbständig zu werden und um sich aus der Abhängigkeit zu lösen. Daher müßt ihr, Meine Kinder, euch nun fragen: „In welchem Verhältnis stehe ich zu Gott? Ist Er mir Herr oder Vater?" Die Antwort liegt alleine bei euch. Wollet ihr Meine Kinder, Meine Diener, Meine Freunde oder Feinde sein?

Meine Position euch gegenüber ist klar. Ihr seid Meine Kinder, Söhne und Töchter und Erben Meines Reiches und Mitregenten. Doch ihr entscheidet, ob ihr euch Mir zu- oder abwendet, wie euer Umgang mit Mir ist. Meine Arme stehen euch weit offen, und Mein Herz erbrennt in Liebe zu euch, und Ich will euch an mein Herz drücken. So kommet, kommet, Meine Kinder, seid Mir nicht fremd oder gar unterwürfig, sondern von Herzen zutraulich und vernehmet diesen Lieberuf und laßt ihn nicht ungehört verhallen. Amen, Meine geliebten Kinder, Amen

Du, Mein Kind aber kennst Meine große Vaterliebe und Ich deine Kindesliebe.
Amen

FG. 20.07.2010, 21.45-23.40 Uhr

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