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Vater unser

640. Vater unser 

Unser Vater, schaue auf unsere Erbärmlichkeit und hilf uns auf, aus dem Schmutz der Welt, in den wir immer wieder hinabsinken, um erneut aufzustehen und unter Deine Barmherzigkeit zu flüchten, denn wir sind schwach und verstrickt im Angebot der Sünde in dieser Welt.

Bei Dir ist der Himmel, und wir fühlen und wissen das und reißen uns dennoch immer wieder los und erliegen dem Schein und der Lüge der materiellen Scheinwelt. Du alleine bist der feste Anker, unser Stock und Stab, unsere einzige Hilfe und unser Retter in all unseren Nöten.

Daher rufen wir Dich bei Deinem heiligen Namen Jesus, daß Du uns wieder einmal herausholst, wenn der Schlamm uns festhält und wir in Gefahr stehen, unterzugehen. 

Dein Reich der Liebe und des Friedens genügt uns nicht, daher lassen wir uns immer noch eine Hintertüre auf, um nach den Gelüsten der Welt Ausschau zu halten, und wann immer sich eine Gelegenheit ergibt, in die alten Fehler der Begierden hinabzusinken, statt die Fesseln ein für allemal zu sprengen und nicht mehr zurückzuschauen.

Wir erkennen genau Deinen Willen und Deine Bitte, doch in der Arche zu bleiben, damit Du, als Steuermann die Türen verschließen kannst, um abzustoßen ans andere Ufer, damit wir den Ort unserer Bestimmung baldmöglichst erreichen, das andere Ufer, von wo es kein zurück in die Hölle mehr gibt.

Du reichst uns Dein himmlisches Brot und stärkst uns zur rechten Zeit für den Übergang aus der Hölle in den Himmel. Doch diese ungewohnte Speise schmeckt uns noch nicht, daher lechzen wir nach der Speise der Sünde, nach deren Genuß wir uns immer wieder voller Reue vor Dir verbergen und Verzweiflung uns droht, daß deine Liebe und Geduld uns gegenüber einmal ein Ende haben könnte. 

Daher bitten wir Dich immer wieder um Verzeihung und machen uns wieder einmal auf, in Deine Arme zurückzueilen. Und wir bitten Dich, mit unserer Falschheit, Schwäche und Sündhaftigkeit doch einmal ein Ende zu machen und wissen ja doch, daß wir das selbst mit Deiner Unterstützung schaffen müssen.

Daher unterstütze uns mächtig in unserer Schwachheit und stärke unseren guten Willen, wenn die Versuchung mal wieder an uns heran tritt, damit wir es endlich schaffen, die Türe der Arche von innen selbst zu verriegeln, die Du von außen immer wieder verschließt nach unserer Rückkehr, denn Du alleine weist uns den richtigen Weg und willst, daß wir endlich uns niederlegen zu Deinen Füßen und in Deinem Schafstall bleiben, um dort auszuruhen unter Deinen liebevollen Fittichen, bis Du das letzte Schaf in Deiner Arche versammelt hast
Amen

FG. 26.04.2010, 6.00-8.00 Uhr

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