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Überfall von bösen Geistern

(Überfall von bösen Geistern und Gefangennahme der Gesellschaft. Swedenborg predigte ihnen von der Lehre der Liebe und zeigte diese durch die Tat durch das Angebot, sie zu bewirten! Gefangennahme des Herrn samt Engeln durch böse Geister.)

Unser Weg ging nun talabwärts, wo es immer finsterer wurde. Endlich machten wir Halt und Ich ließ die Brüder sich niedersetzen, während Ich Mich absichtlich lustwandelnd entfernte, und dasselbe taten auch die Engel. Aber nicht lange dauerte es und die ganze Gesellschaft wurde von einer Überzahl böser Geister überrumpelt und gefangen genommen. Der Swedenborg und die übrigen schauten ängstlich nach allen Seiten, wo Ich Mich mit den Jünglingen hinbegab, aber Ich war wie verschwunden, und auch kein Jüngling war zu sehen.

In dieser Not beratschlagten sie schnell, was zu tun sei, aber sie waren nicht einig, die einen rieten das, die anderen jenes. Als die Not aufs Äußerste stieg, erschien ich mit den Jünglingen und sagte, von einer Anhöhe auf sie schauend: »Brüder! Freunde! Habet ihr vergessen, daß wir bisher das Böse mit Gutem vergolten haben!?« Da sprang Swedenborg auf und sagte: »Habe ich euch das nicht geraten? Das sind Hungrige nach Speise, die wir ihnen in Wort und Tat geben können.

Lasset mich reden, wir wollen sehen, was unsere Bedränger dazu sagen werden.« Und sogleich hob er an: »Liebe Brüder und Freunde! Lasset mich ein Wort mit euch reden; denn wir sind keine Feinde, die man einfangen und bedrängen sollte, sondern wir sind eure Freunde und wollen euch brüderlich behandeln, denn wir wissen, was euch nottut. Und wir sind eben deshalb da, um den Menschen, die in Not stecken, zu helfen. Daher sehet ab von eurem Treiben und höret mich an, was ich euch sage.«

Als die bösen Geister diese Anrede hörten, blieben sie ruhig. Und so konnte Swedenborg alle seine Kenntnisse verwerten, um sie zu bekehren und gut zu stimmen. Anfangs lachten sie über ihn, bald aber ward ihnen die Sache ernster, und so hörten sie ihn ruhig an. Als er endlich mit seiner Rede zum Abschluß kam, und ihnen mit Speisen die Freundschaft und Brüderlichkeit zu beweisen anbot, sagten die bösen Geister: »Ja, alles Gut, und wir nehmen schon gern an, was ihr uns anbietet, aber saget uns: Wer sind die Jünglinge und der junge Mann, der in ihrer Mitte auf der Anhöhe steht?« Diese Frage war von Mir durch die bösen Geister geschehen, um eine neue Wendung der Situation herbeizuführen.

Darauf antwortete Swedenborg: »Das sind unsere guten Brüder und Freunde die zu unserer Gesellschaft gehören. Daher lasset uns und sie in Ruhe und wir wollen euch nur Gutes für Böses tun.“ Die bösen Geister aber meinten: „Ja, alles gut, aber ihr seid trotzdem unsere Gefangenen und somit die anderen auf der Anhöhe auch und wir werden sie gleich abholen.« Gesagt, getan, und Ich und die Jünglinge ließen uns einfangen und zur Gesellschaft führen. Als diese uns als gefangen erblickten, wurde ihnen bange und sie jammerten über ihr und unser Los. Ich aber sagte zur Gesellschaft: »Fürchtet euch nicht! Wir sind keine Gefangenen, sondern nur Bedrängte und daher lasset Mich ein Wort mit diesen Leuten reden.«

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