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Martin Luther, komm herauf!

(Martin Luther, berufen vom Vater, kam in der strahlenden Kleiderpracht eines himmlischen Fürsten. Rede des Vater Jesus an Swedenborg und Luther als zwei Begründer eines neuen Christentums inmitten des römischen Heidentums. Dafür empfingen beide die Märtyrerkrone in fürstlicher Pracht. Begeisterung des Volkes über diese hohe Auszeichnung, welches Hosianna- und Halleluja- Lobpreisungen dem Vater Jesus darbrachte.)

Nun rief Ich: »Martin Luther, komm herauf!« Sogleich erhob sich dieser in seiner strahlenden Kleiderpracht als ein Fürst unter den Fürsten des Neuen Jerusalem und schritt den Hügel aufwärts zu Mir. Hier blieb er stehen, machte die tiefste Verbeugung und wartete meiner Order. Ich aber sagte folgende Worte zu Swedenborg und Luther: »Meine lieben und getreuen Diener aus der Tiefe des höllischen Lebens auf Erden, auf euch zwei habe ich wie auf zwei Brillanten aus Meiner himmlischen Höhe mit väterlicher Liebe geschaut. Du, Martin, hast meine Religion gereinigt von den Schlacken, in welche sie die römischen Päpste begraben und sie dadurch verunstaltet hatten, daß nichts Göttliches mehr an ihr war, als die Namen, mit denen sie den ungöttlichen Handel trieben.

Du, Emanuel, aber hast die Verballhornungen, welche die römische Priesterschaft durch die selbstsüchtige und finstere Ausdeutung der Bibel eingetragen, wieder aufgeklärt, soweit dir dies gegeben wurde, und eine reine Lehre und Anbetung Gottes zuwege gebracht.

Jeder von euch stellte den Mann seiner Berufung vor und arbeitete fleißig und unermüdlich ausdauernd an der Aufgabe, die ihm in Meinem göttlichen Weinberge zugedacht wurde. Durch euch zwei entstand wieder ein neues Christentum inmitten des zeremoniellen Heidentums, daher waret ihr zwei Meine Hauptarbeiter des Weinbergs, und daher auch Meine Lieblinge unter den Menschen, die Mich statt im Herzen, bloß auf den Lippen herumtragen und Mir mit allerlei heidnischen zeremoniellen Verehrungen zu dienen glauben. Empfangt daher ihr beide aus Meiner Hand die Kronen der Märtyrer für die Ausbreitung des wahren Glaubens in fürstlicher Pracht, die ihr verdient habet und traget sie zur Verherrlichung eurer Liebe zu Mir, eurem Vater in Jesus! Amen!«

In diesem Augenblick erstrahlten beide, mit den herrlichsten Kronen gekrönt, die wie mit Brillanten eingelegt, in schönsten Farben ihre Lichtsternchen brachte und wunderschön anzusehen waren. Das Volk brach begeistert in Hosianna- und Halleluja- Lobpreisungen aus und freute sich der großen Auszeichnung, welche beiden großen Männern zugleich zuteil geworden war und bewunderte die Herrlichkeit mit welcher die göttliche Liebe die Streiter für Wahrheit und Göttlichkeit des Glaubens, die beiden großen Männer auszeichnete.

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